Hoher Krankenstand im vergangenen Jahr

Der Krankenstand der AOK-Versicherten in der Region Heilbronn-Hohenlohe ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen: Von 5,0 Prozent in 2014 auf 5,2 Prozent in 2015. Erheblichen Anteil an dieser Entwicklung hatte die Grippewelle in den ersten drei Monaten. Im Hohenlohekreis stiegen die Fehlzeiten von 5,0 Prozent in 2014 auf 5,2 in 2015. Insgesamt meldeten sich 60 Prozent aller Beschäftigten im abgelaufenen Jahr mindestens einmal krank, 2014 waren es noch 57 Prozent.

Datum: 01.03.2016 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Heilbronn/Hohenlohe

Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag in der Region 2015 bei 10,3 Kalendertagen. Dabei stehen pro AOK-Mitglied 19,1 Arbeitsunfähigkeitstage zu Buche. Auf 100 AOK-Versicherte in Heilbronn-Franken kamen im Vorjahr 185 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen, im Hohenlohekreis waren es 181,3. Die Zahl der Krankschreibungen überschritt den Wert von 2014 damit um 8,6 Prozent. Ein wesentlicher Grund für diesen Anstieg war die Grippewelle von Januar bis März, die statistisch deutliche Spuren hinterlassen hat. Wie gravierend diese Monate zu Buche schlugen zeigt sich an den absoluten Zahlen für die Region Heilbronn-Franken. Zwischen Januar und März 2015 verzeichnete die AOK hier 161.156 Krankmeldungen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 128.714.

Die Branche Verkehr und Transport hatte mit 6 Prozent den höchsten Krankenstand in der Region, gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe mit 5,7, dem Bauhandwerk mit 5,5 und Dienstleistungen mit 4,5 Prozent. Der niedrigste Wert wurde mit 2,6 Prozent im Wirtschaftszweig Land- und Forstwirtschaft ermittelt. Nach Berufsgruppen untergliedert lag die industrielle Gießerei mit 35,6 Fehltagen vor dem Tiefbau mit 30,2 und der Altenpflege mit 28,6. Die wenigsten Arbeitsunfähigkeitstage wurden bei den Ärzten (6,4), im Controlling (7,9) und in der Buchhaltung (10) verzeichnet.

Wenig überraschend ist, dass die Anzahl der Atemwegserkrankungen mit einem Indexwert von 25,2 im Land und 25,8 im Hohenlohekreis weit vorne platziert war, gefolgt von den Gruppen Muskel/Skelett mit 15,2, Verdauung von 8,5 und Verletzungen mit 7,2. Bezogen auf die Erkrankungsdauer blieb die Reihenfolge unverändert. 21,4 Prozent der Diagnosen entfielen auf die Krankheitsart Muskel/Skelett, 14 Prozent auf Atemwege, 10,4 Prozent auf Verletzungen und 9,5 Prozent auf psychische Beschwerden.

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