Karlsruher schlafen schlechter

Stress, Lärm, Sorgen, Schichtarbeit oder zu viel am Smartphone – eine Schlafstörung kann viele Ursachen haben. Im Stadt- und Landkreis Karlsruhe begeben sich immer mehr AOK-Versicherte in Behandlung.

Datum: 24.02.2021 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Karlsruhe

„Im Jahr 2019 wurden im Landkreis Karlsruhe insgesamt 6.647 (2015: 5.879) unserer Versicherten wegen Schlafstörungen ärztlich behandelt, in Karlsruhe Stadt zählten wir 3.539 Betroffene (2015: 3.000)“, weiß Lydia Jungkind, ausgebildete Schlafmentorin und Koordinatorin für Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der AOK Mittlerer Oberrhein. Schlafstörungen sind weit verbreitet. In Deutschland leiden Untersuchungen zufolge durchschnittlich 15 Prozent der Erwachsenen an einer behandlungsbedürftigen Schlafstörung.

 

Ursachen für die gestörte Nachtruhe

 

Die Ursachen für Schlafstörungen sind vielfältig. „Dazu zählen Leistungsdruck, familiäre Probleme, ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus, beispielsweise aufgrund von Schichtarbeit, aber auch hormonelle Veränderungen, organische und psychische Erkrankungen, Medikamente, Alkohol oder Drogen“, so Lydia Jungkind. „In etwa einem Drittel aller Fälle kann für die Schlafstörung keine organische oder psychische Ursache gefunden werden.“ Eine Schlafstörung sollte immer ernst genommen werden, da Schlafmangel ernste Folgen für die Gesundheit haben kann. Die Schlafmentorin rät deswegen bei anhaltenden Schlafstörungen zum Arztbesuch: „Im Rahmen der ärztlichen Beratung können die Gründe für Schlafstörungen herausgefunden, medizinische Ursachen ausgeschlossen und Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Bei erheblichen Schlafstörungen und Schlafmangel kann eine Untersuchung in einem Schlaflabor angebracht sein.“

 

Tipps der Schlafmentorin

 

Auch der Lebensstil, das Gesundheitsverhalten oder die Schlafzimmergestaltung können Auswirkungen auf die Schlafqualität haben. „Hier lohnt es sich, einen kritischen Blick auf den Medienkonsum, Genussmittel, Lärm- und Lichtverhältnisse oder die Ausstattung des Bettes zu werfen“, erklärt Jungkind und rät zu Routinen und Entspannungsübungen. „Die optimale Schlafdauer gibt es nicht“, macht Lydia Jungkind deutlich. Die grobe Empfehlung lautet zwischen sechs und neun Stunden. Die Deutschen schlafen im Schnitt etwa sieben Stunden. „Es gibt aber auch Menschen, die mit vier Stunden auskommen, und solche, die zehn Stunden brauchen“, so Jungkind.

 

Erklärung: Schlafmentoren bei der AOK Mittlerer Oberrhein

 

Bei der AOK Mittlerer Oberrhein gibt es derzeit acht Schlafmentoren, die dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement angehören. Die Schlafmentoren sensibilisieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer für einen gesünderen Schlaf. Neben Workshops, Vorträgen und Gesundheitstagen geben sie Tipps und Anregungen und machen auf die Relevanz von gesundem Schlaf aufmerksam.

 

Foto: bitte als Quellenangabe „AOK-Mediendienst“ angeben.

 

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