„Kein Stillstand, viel Engagement“

Die Vorsitzenden des Bezirksrates der AOK Ostwürttemberg, das Gremium der Versicherten- und Arbeitgebervertreter loben das Engagement der AOK-Beschäftigten. In Corona-Zeiten müssen viele Sonderaufgaben gestemmt werden. Die Krankenkasse gehört zur systemrelevanten Infrastruktur.

Datum: 19.05.2020 / Kategorie: Gesundheitspolitik

​​​​​​​Schwäbisch Gmünd, Aalen, Heidenheim

Die AOK Ostwürttemberg wird im Mai Schritt für Schritt ihre Kundencenter wieder öffnen. Doch die Arbeit hatte nie geruht. In den Kundencentern und Verwaltungsgebäuden der Gesundheitskasse wird intensiv gearbeitet.

„Was viele nicht wissen, die gesetzlichen Krankenkassen gehören zur systemrelevanten Infrastruktur während der aktuellen Corona-Pandemie“, sagt Karl Groß, Vorsitzender des Bezirksrats der AOK Ostwürttemberg. „Damit das Gesundheitssystem weiterhin funktioniert, müssen Gelder fließen. Hier darf es keinen Stillstand geben!“

Die Aufgaben sind vielfältig. Versicherte wollen – zurzeit telefonisch – betreut werden, Krankengeld muss ausgezahlt werden, Sozialversicherungsbeiträge verwaltet, Pflegeleistungen bewilligt und Ärztehonorare ausgezahlt werden. Zu den regulären Aufgaben kommen noch Sonderaufgaben dazu.

„Das Bundesgesundheitsministerium hat seit dem Ausbruch der Corona-Epidemie in Deutschland mehrere Gesetze in einem hohen Tempo durch den Gesetzgebungsprozess geschleust, um auf die Krise zu reagieren“, berichtet Groß. „Das COVID19-Krankenhausentlastungsgesetz ist ein Beispiel. Die Krankenhäuser wurden frühzeitig aufgefordert, geplante Operationen zu verschieben und Intensivbetten für Corona-Erkrankte bereitzustellen. Parallel wurden die Krankenkassen beauftragt, alle eingehenden Rechnungen der Kliniken innerhalb von fünf Tagen zu bezahlen, damit die Häuser finanziell liquide bleiben.

„In normalen Zeiten haben wir 30 Tage Zeit, um eine Rechnung anzuweisen“, macht Hans-Joachim Seuferlein, Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg den Unterschied deutlich. „Doch war es für uns selbstverständlich, dass wir die Kliniken in der Corona-Zeit tatkräftig unterstützen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Ärmel hochgekrempelt, um diesen und weitere Aufträge zu erfüllen!“

So kam Ende April die COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung hinzu. „Nun erhalten auch Vertragszahnärzte Liquiditätshilfen und Heilmittelerbringer, wie Logopäden, Physio- und Ergotherapeuten Ausgleichszahlungen“, sagt Bezirksrat und alternierender Vorsitzender Roland Hamm. „Hier werden 40 bis 90 Prozent der Gelder des Budgets von 2019 ausgezahlt, um deren Einkommensausfälle zu kompensieren.“

Zu Beginn des Lockdowns Mitte März musste das CompetenceCenter Firmenkunden bei der AOK vielen Unternehmen aus der Region Rat zu sozialversicherungsrechtlichen Fragestellungen geben. Mit dem beschlossenen Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen durch die Bundesregierung konnten Arbeitgeber ihre Sozialversicherungsbeiträge auf Antrag stunden. „Das Schutzschild war die richtige politische Entscheidung“, so Groß. „Das es so schnell umsetzbar war, liegt auch an den gesetzlichen Krankenkassen, allen voran die AOK als größte regionale Kasse, die die Verwaltungsarbeit still und effizient stemmen.

Karl Groß und Roland Hamm bedankten sich für das Engagement bei der ganzen AOK-Belegschaft in Ostwürttemberg per E-Mail: „Sie halten in dieser schwierigen Zeit unser Gesundheitssystem und die Versorgung unserer Versicherten in Ostwürttemberg am Laufen. Sie sind Menschen, auf die jederzeit Verlass ist. Wir bedanken uns als Selbstverwaltung aus tiefstem Herzen bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

 

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