Keine süße Krankheit: Diabetes - mit einer gesunden Lebensweise kann man Diabetes vorbeugen

Diabetes mellitus: Etwa jeder Zehnte ist davon betroffen – die Dunkelziffer noch nicht eingerechnet. Oft bleibt die Krankheit unerkannt, typische Anzeichen werden falsch oder gar nicht gedeutet. Ein regelmäßiger Gesundheitscheck samt Blutzuckermessung kann Klarheit schaffen. Anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November spricht AOK-Geschäftsführer Roland Beierl über die Erkrankung.

Datum: 12.11.2015 / Kategorie: AOK-Angebote und Leistungen

Region Bodensee-Oberschwaben

Bei Diabetes mellitus unterscheidet man zwischen Typ 1 und Typ 2. Rund 90 Prozent der Diabetespatienten in Deutschland haben einen Typ-2-Diabetes und nur fünf bis zehn Prozent einen Typ-1-Diabetes. Typ 1 hat man von Geburt an, hier muss man lebenslang das Hormon Insulin spritzen, weil es nicht von der Bauchspeicheldrüse selbst produziert wird. Dieses Hormon wird benötigt, um Glukose in die Körperzellen aufnehmen zu können. Der in der Nahrung vorhandene Zucker kann so in lebenswichtige Energie umgewandelt werden. Funktioniert dieser Austausch nicht, bleibt die Glukose zu lange im Blut und sorgt ständig für hohe Blutzuckerwerte.

„Vom Typ 2, der so genannten Altersdiabetes, sind vor allem Erwachsene betroffen“, erklärt Roland Beierl. „In 2014 waren in der Region Bodensee-Oberschwaben knapp 20.000 AOK-Versicherte wegen der Diagnose in ambulanter oder stationärer Behandlung - davon im Landkreis Ravensburg rund 8.800, im Landkreis Sigmaringen 5.600 und 5.400 im Bodenseekreis.“ Von diesen 20.000 AOK-Versicherten waren rund 11.000 Frauen und 8.800 Männer betroffen. Bei der Behandlungsprävalenz für Typ-2-Diabetes ist ab circa 40 Jahren ein leichter Anstieg zu verzeichnen, ein steiler Anstieg bis zur Altersgruppe der 75-79-Jährigen, danach wieder sinkend.

„Bei der Auswertung gilt zu beachten, dass nur Versicherte ermittelt werden konnten, die sich tatsächlich in ärztlicher Behandlung befanden“, betont der AOK-Geschäftsführer weiter. „Die Dunkelziffer könnte insbesondere bei Typ-2-Diabetes höher sein, da dieser häufig unentdeckt bleibt.“

Die Erkrankung des Typ-2-Diabetes kommt auffällig immer häufiger auch bei Jugendlichen vor. Schuld daran sind vor allem eine ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung. Aufhorchen sollte man, wenn man beispielsweise ständig großen Durst hat und täglich drei bis vier Liter Flüssigkeit benötigt. Oder wenn man nach dem Essen immer müde wird.

Als Diabetiker muss man keine Diät halten, vielmehr geht es darum, sich gesund zu ernähren. Gemüse, Salat, Obst, Hülsenfrüchte, fettarmes Fleisch sind okay, zucker- und kohlenhydrathaltige Lebensmittel sollten reduziert werden. „Für Diabetiker gilt die Dreierregel: essen – messen – bewegen“, weiß Roland Beierl.

Um mit der Krankheit richtig umgehen zu können, ist eine Diabetes-Schulung wichtig. Wenn Diabetes nicht richtig behandelt wird, können die Folgeerkrankungen gravierend sein. Das reicht von Herz- über Leber- und Nierenerkrankungen bis hin zur Erblindung oder der Notwendigkeit einer Beinamputation.

Mit AOK-Curaplan bietet die AOK chronisch Kranken, wie Diabetes-Patienten, spezielle Behandlungsprogramme an. Dabei koordiniert der Arzt die Behandlungen, erinnert an Termine und es gibt Patientenschulungen. Weitere Infos online unter www.aok-bw.de > Suche: Curaplan

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