Klaus Köder übergibt KIGS an Nachfolgerinnen

„Aus der Selbsthilfekontaktstelle, vor 29 Jahre als zartes Pflänzchen gestartet, ist heute ein großer Baum, eine Eiche geworden, festverwurzelt im ostwürttembergischen Boden“. So beschreibt Josef Bühler, Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg, wie sich die Kontakt- und Informationsstelle für Gesundheitliche Selbsthilfe (KIGS) entwickelt hat.

Datum: 18.09.2014 / Kategorie: Unternehmen AOK Baden-Württemberg

Aalen, Heidenheim, Schwäbisch Gmünd

Klaus Köder hat die KIGS, anfangs informell, später in offiziellen Strukturen bei der AOK aufgebaut, geleitet und war den Selbsthilfegruppen fast 30 Jahre lang ein verlässlicher und hilfsbereiter Ansprechpartner – anfangs nur in der Raumschaft Aalen, später in ganz Ostwürttemberg.

„Die Arbeit der Selbsthilfe ist heute aus der Gesundheitsversorgung nicht mehr wegzudenken. Die Selbsthilfe hat in unserem Gesundheitssystem zwischenzeitlich einen festen, unverrückbaren Platz“, betonte Josef Bühler in seiner Rede

Bei der Stabübergabe im Bürgerspital in Aalen kamen zahlreiche Weggefährte von früher und heute, um Klaus Köder zu verabschieden und die beiden Nachfolgerinnen Anne Bormann und Nicole Pietrosante zu begrüßen.

Josef Rettenmaier, Sozialdezernent des Ostalbkreises, lobte Klaus Köder in seinem Grußwort als ein Pionier der Selbsthilfe und das Rückgrat der Selbsthilfegruppen im Ostalbkreis.

Rainer Gräter, Sprecher der Kreisärzteschaft, sah in Klaus Köder einen Menschen, der sich für die Betroffenen einsetzte und Aktionen plante, bei denen immer der Patient und die Aufklärung von Krankheiten im Mittelpunkt stand.

Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler würdigte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. „Dieses Erbe gilt es zu erhalten“.

Maria Ernst und Renate Lutz als Vertreterinnen der Selbsthilfegruppen skizzierten in ihrem kurzweiligen Doppelspiel mit einem Augenzwinkern den Charakter Klaus Köder als einen „überdurchschnittlich engagierten, hartnäckigen und emsigen Netzwerker“. Sie wünschen sich ihn in ihren eigenen Reihen. „Klaus, als Rentner hast du doch Zeit!“

Dieter Lehmann, Sozialamtsleiter der Stadt Schwäbisch Gmünd, fand die Wanderausstellung der Selbsthilfegruppen „Innenansichten“, die in den meisten Städten Ostwürttembergs präsentiert wurde, die tollste gemeinsame Aktion. Mit Blick in die Zukunft wünscht sich Lehmann, verstärkte Anstrengungen bei den Themen Pflege in Demenz, Inklusion und die Integration, die auf die Selbsthilfe zukommen wird.

Klaus Köder selbst dankte allen Weggefährten, der AOK-Geschäftsleitung und Unterstützern: „Ohne deren unermüdliches Wirken sähe die Selbsthilfeszene sicher ganz anders aus.“

Dazu einige Zahlen: Anfang der 80er Jahre gab es in Ostwürttemberg ungefähr 40 bis 50 Selbsthilfegruppen (SHG), heute hat sich diese Zahl vervielfacht: über 200 SHG, 50 Kontaktpersonen für seltenere Krankheitsbilder und über 200 der Selbsthilfe nahestehende Rehasport- und Funktionstrainings-gruppen sind zwischenzeitlich und aktuell in der Region aktiv.

Alle Redner sind überzeugt, dass den Selbsthilfegruppen die Arbeit nicht ausgehen wird. Trotz oder gerade wegen des Wandels durch neue Kommunikationsmöglichkeiten, die teilweise aber auch die Anonymität verstärkt, wird das persönliche Gespräch unter Betroffenen immer wichtiger.

AOK-Geschäftsführer Josef Bühler versprach, dass die wichtige Arbeit der KIGS, die Angebote, die Vernetzung mit den zahlreichen Partnern erhalten bleiben wird und von Anne Bormann und Nicole Pietrosante weiterentwickelt werden.

An Herrn Köder gerichtet sagte Josef Bühler: „Ihr „erwachsenes“ Baby KIGS ist bei der AOK Ostwürttemberg mit Frau Bormann und Frau Pietrosante weiterhin in guten Händen.

Er wünschte den beiden Frauen einen guten Start mit der KIGS. „Die Unterstützung und den Rückhalt der AOK Ostwürttemberg haben sie auch weiterhin.“

Informationen zu KIGS und Selbsthilfegruppen in Ostwürttemberg

www.aok-bw.de/owb -> Im Krankheitsfall -> Selbsthilfegruppen in der Region Ostwürttemberg

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