Knieverletzungen nehmen im Winter sprunghaft zu

Verletzungen der Kniebänder nehmen seit Jahren kontinuierlich zu. Von 2008 bis 2013 stiegen sie in Baden-Württemberg von 6.503 auf 7.914, dies entspricht einer Steigerung von 14 Prozent. Im Stadtkreis Heilbronn erhöhte sich die Zahl der Verletzten im gleichen Zeitraum von 64 auf 84, im Landkreis Heilbronn von 209 auf 236 und im Hohenlohekreis von 114 auf 136. Während der Landkreis Heilbronn eine Steigerung von 5 Prozent zu verzeichnen hat, sind es im Stadtkreis Heilbronn 22,5 Prozent und im Hohenlohekreis 18,1 Prozent.

Datum: 07.12.2016 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Heilbronn-Hohenlohe

Heilbronn/Hohenlohe. Verletzungen der Kniebänder nehmen seit Jahren kontinuierlich zu. Von 2008 bis 2013 stiegen sie in Baden-Württemberg von 6.503 auf 7.914, dies entspricht einer Steigerung von 14 Prozent. Im Stadtkreis Heilbronn erhöhte sich die Zahl der Verletzten im gleichen Zeitraum von 64 auf 84, im Landkreis Heilbronn von 209 auf 236 und im Hohenlohekreis von 114 auf 136. Während der Landkreis Heilbronn eine Steigerung von 5 Prozent zu verzeichnen hat, sind es im Stadtkreis Heilbronn 22,5 Prozent und im Hohenlohekreis 18,1 Prozent.

 

Betroffen ist insbesondere die Altersgruppe der 15- bis 30-Jährigen und die häufigste Ursache sind Wintersportunfälle. Dabei treten Knieverletzungen bei jungen Männern - wegen erhöhter Risikobereitschaft - fast doppelt so häufig auf wie bei Frauen. Das geht aus Daten der AOK Baden-Württemberg hervor, die Orthopäden um Professor Dr. med. Hanns-Peter Scharf, Direktor des Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrums an der Universitätsmedizin Mannheim, untersucht haben. Es fällt auf, dass vor allem im ersten Quartal jedes Jahres besonders viele Kniebandverletzungen auftreten. Diese sind offensichtlich größtenteils auf den Skisport zurückzuführen.

 

„Das Risiko einer Kniebandverletzung beim Skifahren lässt sich durch gezieltes Koordinationstraining der Beine deutlich verringern“, berichtet Professor Scharf und betont: „Der Aufwand für ein solches Training hält sich in Grenzen: Wer acht Wochen vor dem Skiurlaub damit beginnt, drei Mal täglich für etwa zehn Minuten einfache Koordinationsübungen zu machen, kann sein Verletzungsrisiko halbieren.“

 

Wichtig sei es, nicht zu spät mit der Vorbereitung zu beginnen, die Übungen regelmäßig durchzuführen und sich vor dem Gang auf die Piste gut aufzuwärmen, so Scharf weiter. Erlernen kann die Koordinationsübungen jeder: Viele Sport- und Skivereine, Fitness-Studios und die AOK Heilbronn-Franken bieten entsprechende Kurse an.

 

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Pressesprecher

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