Komasaufen im Landkreis Esslingen - Trend eher rückläufig

Mit dem Mai hat die Freiluftfest-Saison begonnen, damit ist zu erwarten, dass wieder vermehrt besinnungslos betrunkene Menschen in die Krankenhäuser kommen. Während der Trend zum Komatrinken unter Jugendlichen landesweit rückläufig ist, lässt sich im Landkreis Esslingen kaum Veränderung beobachten, wie ein Blick auf die Zahlen der AOK Neckar-Fils zeigt.

Datum: 08.05.2015 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Esslingen

Demnach wurden im vorigen Jahr 23 junge Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren wegen akuter Alkoholvergiftung stationär behandelt. 2013 waren es 19 AOK-Versicherte aus dieser Altersgruppe. 2012: 22; 2011: 21 und 2010 verzeichnet die Kasse den Höhepunkt mit 27 alkoholvergifteten jungen Frauen.

Bei den AOK-versicherten Jungs zwischen 15 und 19 Jahren zeigt sich über die Jahre ein etwas klarerer rückläufiger Trend: 2014 mussten 26 besinnungslose betrunkene Jugendliche mit Alkoholvergiftung in die Klinik und damit genauso viele wie 2013. Im Jahr davor, 2012, waren es noch 36, 2011 zählt die AOK 43 und im Alkoholexzessjahr 2010 erschreckende 52 Fälle bei jungen Männern.

Schaut man sich altersunabhängig die Anzahl der Krankenhauseinweisungen wegen Alkoholvergiftung an, schwankt die Zahl bei den Frauen relativ stark, während sie bei den Männern eher sinkt. So mussten im vorigen Jahr im Landkreis 84 AOK-versicherte Frauen wegen Alkoholvergiftung eingewiesen werden, 2013: 79, 2012: 95, 2011: 65 und 2010: 109.

Bei den Männern zeigt sich zwar auch ein Zuwachs von 2013 mit 150 Fällen zu 2014 mit 177. Davor jedoch sank die Zahl der stationär behandelten Alkoholvergiftungen: 2012: 207; 2011: 211 und 2010: 249.

Trotz der Zunahme von 2013 auf 2014 sieht der Geschäftsführer der AOK Neckar-Fils Johannes Bauernfeind im Großen und Ganzen einen eher positiven Trend, was das Komasaufen betrifft: „Der Höhepunkt scheint überwunden. Man kann von den diversen Präventionsmaßnahmen von Krankenkassen, Kommunen, Polizei und privaten Einrichtungen keine Wunder erwarten, aber nach und nach scheinen sie zu wirken. Es wird zunehmend bewusster und verantwortungsvoller mit Alkohol umgegangen.“ Allerdings dürfte nicht nachgelassen werden, Jugendliche und Erwachsene über die Gefahr des Alkoholkonsums aufzuklären. „Jeder, der mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus kommt, ist einer zu viel“, so

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