Komatrinken an Silvester

AOK veröffentlicht Daten zu Komatrinken und Vergiftungen. Trotz rückläufiger Fallzahlen warnt die Kasse vor Alkoholmissbrauch.

Datum: 27.12.2019 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Zollernalbkreis

Insgesamt 142 Versicherte aus dem Zollernalbkreis mussten im vergangenen Jahr wegen übermäßigem Alkoholgenuss im Krankenhaus behandelt werden. 2014 waren es noch 166 Fälle. Das geht aus einer Statistik der AOK hervor, die die Kasse aktuell veröffentlicht hat. Damit liegt die Region mit jährlich 5,2 Prozent weniger Behandlungen im landesweit positiven Trend. Das sogenannte „Komatrinken“ hat in ganz Baden-Württemberg unter den Versicherten sogar um jährlich 6,4 Prozent abgenommen.

 

Dennoch warnt die Kasse vor übermäßigem Alkoholkonsum, gerade an Feiertagen wie Silvester, wo das Komatrinken Konjunktur hat. Das Rauschtrinken sei ein gesundheitlich besonders riskantes Trinkverhalten, das akute Schäden wie Alkoholvergiftungen verursachen könne bis hin zu Todesfolgen. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist bei jungen Männern zwischen 15 und 29 Jahren jeder vierte Todesfall auf Alkohol zurückzuführen.

 

Für die AOK-Statistik konnten nur Zahlen von Versicherten herangezogen werden, die sich zwischen 2014 und 2018 tatsächlich in ärztlicher Behandlung befanden. Die Dunkelziffer könnte demnach höher sein. Außerdem wurden nur stationäre Diagnosen mit einbezogen, ambulante Behandlungen konnten aufgrund unvollständiger Diagnosen ebenfalls nicht berücksichtigt werden. Die Erhebung gilt als repräsentativ, da die AOK Baden-Württemberg mit einem Marktanteil von rund 45 Prozent die größte Krankenkasse des Landes ist.

 

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