Komatrinken im Landkreis Tuttlingen rückläufig

Im Mai beginnt vielerorts die Freiluft-Festsaison. Beispielsweise Christi Himmelfahrt, der sogenannte „Vatertag“ bietet wieder Gelegenheit zum geselligen Zusammensein. Dass beim gemeinsamen Feiern inzwischen verantwortlicher mit Alkohol umgegangen wird, darauf weist die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg hin. Die AOK hat die Diagnosedaten ihrer Versicherten ausgewertet.

Datum: 19.05.2017 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Landkreis Tuttlingen

105 Personen aus dem Landkreis Tuttlingen, davon knapp ein Viertel Frauen mussten im vergangenen Jahr wegen einer akuten Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Das sind so wenige wie noch nie im ausgewerteten Zeitraum der vergangenen neun Jahre. Bei den Männern lag 2016 die Einlieferungsrate wegen akuten Alkoholmissbrauchs ein Viertel unter dem Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2015, bei den Frauen sogar ein Drittel darunter. Damit übertrifft der Landkreis den ebenfalls rückläufigen Landestrend. Denn in Baden-Württemberg lag die Einlieferungsrate wegen Alkoholvergiftung bei den Frauen nur zehn Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, bei den Männern 23 Prozent.

 

Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis einschließlich 19 Jahren ist das Bild laut AOK ähnlich. Hier wurde 2013 mit 40 eingelieferten Jugendlichen der Höchststand des Phänomens „Komatrinken“ im Landkreis gemessen. Danach ging es kräftig bergab bis auf 16 Jugendliche 2015. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl wieder auf 25 Personen, ist damit aber noch unter dem Schnitt früherer Jahre.

 

„Dass die Zahlen in den letzten Jahren rückläufig sind, zeigt, dass die Präventionsmaßnahmen greifen“, meint PD Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK. „Jugendliche trinken heute seltener Alkohol und das Einstiegsalter verschiebt sich nach hinten.“

 

Gleichwohl sei laut AOK jeder Fall einer zu viel. Denn: „Der rauschhafte Alkoholkonsum ist in jungen Jahren besonders schädlich. In diesem Alter kann der Alkohol nur sehr langsam abgebaut werden, daher können bereits geringe Mengen zu schweren Schädigungen und Vergiftungen führen“, so die Medizinerin.

 

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