Krankenstand im ersten Halbjahr 2014 gefallen - Rückenerkrankungen bleiben eine große Herausforderung

Gute Nachricht für die Arbeitgeber in Ostwürttemberg: Im ersten Halbjahr 2014 sank die Zahl der krankgemeldeten Arbeitnehmer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die dadurch verursachten Fehlzeiten sanken bei AOK-versicherten Arbeitnehmern von 5,4 Prozent auf 5,1 Prozent. Damit lag die Region mit 0,3 Prozent über dem Landesschnitt von 4,8 Prozent.

Datum: 02.09.2014 / Kategorie: Krankenstand

Aalen, Heidenheim, Schwäbisch Gmünd

Im Altkreis Aalen liegt die Quote bei 5,0 % (2013: 5,3 %) und im Altkreis Schwäbisch Gmünd wurden 4,9 % registriert (2013: 5,0 %).

Der Landkreis Heidenheim verzeichnet eine Ausfallquote von 5,3 % – auch hier ist ein Rückgang von 0,4 Prozentpunkten gegenüber 5,7 % im 1. Halbjahr 2013 zu verzeichnen.

Vergangenes Jahr hatte der harte Winter und die lang anhaltende Kältezeit bis in den April die Erkältungskrankheiten und damit die ganze Fehlzeiten-Statistik nach oben katapultiert. Diesmal war das Wetter im 1. Halbjahr relativ mild, daher sind diese Werte wieder mit 12,8% gegenüber 17,4% 2013 in Ostwürttemberg auf normales Maß gefallen, aber weiterhin auf Platz 2 der häufigsten Gründe für eine Krankschreibung.

Muskel- und Skeletterkrankungen nahmen wieder mit einem Anteil von 24,2% Prozent (HDH: 25,7% AA: 23,1% SGM: 23,9%) aller Arbeitsunfähigkeitstage den Spitzenplatz ein, die Rückenerkrankungen spielten dabei erneut eine herausragende Rolle. Jeder betroffene Versicherte fällt bei Rückenschmerzen durchschnittlich 11 Tage im Jahr aus. Bei den psychischen Erkrankungen liegen die Fehltage doppelt so hoch: durchschnittlich 23 Tage ist der Arbeitnehmer krank geschrieben.

„Die zunehmende Zahl an Arbeitsausfällen durch Rückenschmerzen unterstreicht, wie wichtig vorbeugende Gesundheitsmaßnahmen sind“, sagt Michael Svoboda, stellvertretender Geschäftsführer der AOK. „Wer was tut, wird auch belohnt!“ Beleg dafür ist eine wissenschaftliche Studie der AOK. Teilnehmer des kostenlosen 12-wöchigen Trainingsprogramms in den AOK-Rückenstudios hatten nach einem Jahr deutlich weniger Rückenerkrankungen als Altersgenossen mit vergleichbaren Problemen, die dieses Angebot der Gesundheitskasse nicht nutzten.

An den Standorten Schwäbisch Gmünd, Aalen, Heidenheim und Giengen betreibt die AOK Ostwürttemberg Rückenstudios, zusätzlich kooperiert sie mit Gesundheitspartnern, die zertifizierte AOK-Kurse anbieten.

Wie wichtig in einer älter werdenden Gesellschaft die Gesundheitsförderung ist, verdeutlicht ein weiteres Zahlenbeispiel aus der Region Ostwürttemberg: Junge Arbeitnehmer von 20 bis 29 Jahre kommen auf einen Krankenstand von 3,7 Prozent, ihre Kollegen über 50 Jahre bringen es auf 6,7 Prozent, die über 60-Jährigen gar auf 8,1 Prozent.

„Eine gesunde Belegschaft ist angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels ein Wettbewerbsvorteil“, weiß der stellvertretende AOK-Geschäftsführer Michael Svoboda. „Von einer betrieblichen Gesundheitsförderung und einem gesunden Arbeitsumfeld profitieren beide: Arbeitnehmer und Arbeitgeber.“

Die AOK Ostwürttemberg engagiert sich stark im Betrieblichen Gesundheitsmanagement, so ist sie beispielsweise im Ellwanger Netzwerk „Bündnis für Gesundheit“ engagiert. Dieses Bündnis aus sieben Unternehmen und der Stadtverwaltung Ellwangen veranstalten gemeinsam im Oktober die 2. Ellwanger Gesundheitswoche.

„Dieses Kooperationsmodell ist sehr gut für die Betriebe geeignet, um die Kosten zu begrenzen, aber den Arbeitnehmern gesundheitsfördernde Maßnahmen anbieten zu können“, betont Michael Svoboda.

Die AOK-Arbeitsunfähigkeitsstatistik

Die AOK Ostwürttemberg wertet zur Erstellung der Arbeitsunfähigkeitsstatistik Krankmeldungen von rund 69.000 AOK-versicherten Arbeitnehmern bei rund 7000 Unternehmen in Ostwürttemberg aus. Dabei stellen Männer 57 Prozent und Frauen 43 Prozent. Das Durchschnittsalter liegt in Ostwürttemberg bei 39,7 Jahren.

Kontakt zur Pressestelle

Oliver Bayer

Pressesprecher

E-Mail: presse-owb@bw.aok.de
Telefon: 07171 601-125
Telefax: 07171 601-472
Mobil: 0173 7442715

Pfeifergäßle 21
73525 Schwäbisch Gmünd