Krankenstand im ersten Halbjahr 2017 in der Region gestiegen

Die Grippe- und Erkältungswelle im Januar und Februar des Jahres hat in der Krankenstatistik ihre deutlichen Spuren hinterlassen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahm in Heilbronn-Franken die Krankenstandsquote zwischen Januar und Juni 2017 um 0,2 Prozent auf 5,5 Prozent zu. Zahlenbasis sind die Auswertungen der AOK Baden-Württemberg. Ihre Zahlen gelten als repräsentativ, da sie mit gut 43 Prozent aller Versicherten die größte Krankenkasse des Landes ist.

Datum: 25.08.2017 / Kategorie: Krankenstand

Heilbronn-Franken

Der Landkreis Heilbronn entsprach mit 5,3 Prozent genau dem Landesdurchschnitt. Im Stadtkreis Heilbronn hingegen wurde dieser Wert mit 5,8 Prozent deutlich übertroffen. Der Hohenlohekreis rangierte mit 5,4 Prozent knapp darüber. Der Landkreis Schwäbisch-Hall und der Main-Tauber-Kreis lagen bei 5,5 Prozent und 5,6 Prozent. Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall betrug in der Region in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 10,1 Kalendertage.

 

 

 

Im Main-Tauber-Kreis meldeten sich 51,4 Prozent aller Mitglieder im ersten Halbjahr 2017 mindestens einmal krank, 2016 waren es 49,8 Prozent gewesen. Damit befand man sich an der Spitze in Baden-Württemberg. Im benachbarten Hohenlohekreis kletterte die Zahl von 49,8 auf 50,9, im Landkreis Schwäbisch Hall von 48,7 auf 50,4 Prozent. Damit bewegten sich auch die beiden Nachbarkreise über dem Landesschnitt von 50 Prozent – Vorjahr 48,8. Anders im Stadtkreis Heilbronn, hier waren 49,5 Prozent aller Mitglieder im ersten Halbjahr 2017 mindestens einmal krank, 2016 waren es 49,3 Prozent gewesen. Im Landkreis Heilbronn fiel die Steigerung um 1 Prozent auf 48,6 deutlicher aus.

 

 

 

Dass die Grippe- und Erkältungswelle für die Zunahme ausschlaggebend war, zeigt der saisonale Verlauf. Im Januar und Februar lag in Heilbronn-Franken der Krankenstand mit 6 und 7 Prozent am höchsten und rund 1 Prozent über den Vergleichswerten von 2016. Ab März näherten sich die Zahlen dann immer weiter an. Im Juni belief sich der Krankenstand in Heilbronn-Franken dann nur noch auf 4,5 Prozent.

 

 

 

Mit 15,1 Prozent der Krankheitstage legten die Atemwegserkrankungen als einzige mit 0,9 Prozent deutlich zu und nahmen damit Platz 2 in der Statistik ein. Vorn platziert waren mit 22,5 Prozent (2016: 23,4%) orthopädische Beschwerden, auf Rang drei lagen diesmal die Verletzungen mit 10,1 Prozent (10,4) gefolgt vom Diagnosebereich Psyche mit 10 Prozent (10,2).

 

 

 

Die Branche Energie/Wasser/Entsorgung/Erdbau hatte mit 6,8 Prozent (6) den höchsten Krankenstand in der Region, gefolgt von der öffentlichen Verwaltung/Sozialversicherung mit 6,1(5,7), dem verarbeitenden Gewerbe (5,7) und dem Gesundheits- und Sozialwesen (5,7) mit jeweils 6 Prozent. Der niedrigste Wert wurde mit 3 Prozent in der Land- und Forstwirtschaft (2,9) ermittelt.

 

 

 

Nach Berufsgruppen untergliedert lagen die Platz- und Gerätewarte mit 18,1 Fehltagen pro AOK-Versichertem im 1. Halbjahr 2017 vor der Textilreinigung mit 17,8 und der Ver- und Entsorgung mit 17,4 Tagen. Die wenigsten Arbeitsunfähigkeitstage wurden in der IT-Anwenderberatung (4,1) und bei Ärzten (3,7) verzeichnet.

 

 

 

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