Krankenstand im Kreis Esslingen leicht gesunken

Mit einem Krankenstand von 4,9 Prozent steht der Landkreis Esslingen 2016 um 0,1 Prozentpunkte etwas besser da als im Jahr davor. Damit sind die Arbeitnehmer hier seltener krank als im Bund, wo der Krankenstand 5,3 Prozent beträgt. Dies zeigt eine Auswertung der Versichertendaten von der AOK.

Datum: 20.03.2017 / Kategorie: Krankenstand

Esslingen

Von den rund 266000 Erwerbstätigen im Landkreis sind 118100 bei der AOK Baden-Württemberg versichert. „Wir betreuen hier 44 Prozent aller Arbeitnehmer und Selbstständigen. Unsere Zahlen sind aussagekräftig für die gesamte arbeitende Bevölkerung im Landkreis“, sagt Johannes Bauernfeind, Geschäftsführer der AOK Neckar-Fils, die für die Landkreise Esslingen und Göppingen zuständig ist.

 

Mit 57 Prozent meldete sich etwas mehr als jedes zweite AOK-Mitglied mindestens einmal im Jahr krank. Im Durchschnitt dauerte eine Krankmeldung 9,9 Tage und damit zwei Tage weniger als 2015. Den höchsten Krankenstand verzeichnet die Branche Verkehr und Transport mit 5,8 Prozent. Den niedrigsten Wert hat die Land- und Forstwirtschaft mit 2,3 Prozent.

 

Die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit waren Erkrankungen der Atemwege (25 Prozent) gefolgt von Muskel- und Skeletterkrankungen (15 Prozent). Letztere umfassen auch Rückenerkrankungen, die oft langwierig sind und für mehr als ein Fünftel der Krankheitstage sorgten. Psychische Erkrankungen machen zwar lediglich knapp fünf Prozent der Krankmeldungen, sorgen aber für elf Prozent der Krankheitstage, da die Behandlung in der Regel sehr lange dauert.

 

Damit Menschen gar nicht erst krank werden, bietet die AOK Neckar-Fils neben individuellen Gesundheitskursen auch immer mehr Unterstützung für Betriebe an. Bauernfeind: „Mit Hilfe eines professionellen Gesundheitsmanagement lassen sich Krankheitstage reduzieren. Unsere Fachleute analysieren die Krankheitsstände, bieten eine professionelle Arbeitsplatzanalyse und helfen dabei, das Thema gesundes Leben und Arbeiten von der Werkbank bis ins Management im gesamten Unternehmen zu etablieren.“ Zur Gesunderhaltung am Arbeitsplatz gehöre dabei auch, psychische Erkrankungen zu vermeiden beziehungsweise früh zu erkennen. „Das ist machbar“, erklärt der AOK-Geschäftsführer. „Wir bieten dazu unsere Lebe-Balance-Seminare an, in denen Führungskräfte und Beschäftigte lernen, ihr seelisches Gleichgewicht zu finden und zu stärken.“

 

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