Krankenstand im Landkreis Konstanz weiterhin niedriger als in Bund und Land - Atemwegserkrankungen und Rückenleiden häufigste Ursache für Arbeits-Ausfälle

Konstanz, 23. September – Aktuelle Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2015 zeigen, dass der Krankenstand im Landkreis Konstanz mit 4,9 Prozent im Landesvergleich auf niedrigem Niveau liegt. Das sind zwar 0,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, aber dennoch 0,5 Prozent unter dem Landes- und 0,7 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Häufigste Ursache für Arbeitsausfälle sind Atemwegserkrankungen wie Grippe und Erkältungen mit 29,1 Prozent aller Fälle. An zweiter Stelle stehen Muskel- und Skelett-Erkrankungen mit 14,7 Prozent.

Datum: 23.09.2015 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Konstanz

Im Schnitt waren bei der AOK Hochrhein-Bodensee versicherte Arbeitnehmer aus dem Landkreis Konstanz im ersten Halbjahr 9,8 Tage arbeitsunfähig – ein Rückgang um satte 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Um 4,5 Prozent gestiegen ist die Anzahl der Krankmeldungen. Genau 44,3 Prozent aller Beschäftigten haben mindestens einmal eine Krankmeldung zum Arbeitgeber geschickt. Trotz der Steigerung sind das 11 Prozent weniger als im gesamten Bundesland.

Weil die Diagnose häufig Rückenschmerzen lautet, rät die AOK ihren Versicherten zu Sport und regelmäßiger Bewegung. „Aber auch Arbeitgeber können zur Gesundheit ihrer Mitarbeiter beitragen und ein verstärktes Augenmerk auf die Ergonomie der Arbeitsplätze legen“, sagt Rüdiger Both, Leiter des AOK-Gesundzeitszentrums in Konstanz. Für AOK-Versicherte mit Rückenproblemen bietet die AOK das „sanfte Rückentraining“ und das AOK-RückenKonzept im AOK-Gesundheits­zentrum in Konstanz an. „Es ist exklusiv für AOK-Versicherte ab 18 Jahren. Voraussetzung ist lediglich eine Empfehlung des behandelnden Arztes“, erklärt Bewegungsexperte Both.

„Aber auch die gesundheitliche Vorsorge am Arbeitsplatz gewinnt zunehmend an Bedeutung“, betont der AOK-Experte für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Karsten Schrankel. „Für Unternehmen ist es immer wichtiger, die Mitarbeiter möglichst lange gesund zu erhalten.“ BGM-Experten der AOK Hochrhein-Bodensee haben im ersten Halbjahr in 154 Firmen im Landkreis Konstanz gesundheitsförderliche Aktivitäten durchgeführt. Ein besonderes Angebot ist dabei das Präventionsprogramm „Lebe Balance“, mit dessen Hilfe psychischen Erkrankungen vorgebeugt werden kann.

Um Belastungs- und Krankheitsschwerpunkte im Unternehmen zu erkennen, stellt die AOK Hochrhein-Bodensee Firmen, die sich im Betrieblichen Gesundheitsmanagement engagieren wollen, anonymisierte und datengeschützte Krankenstands-Analysen zur Verfügung . „Die Analyse gibt damit den Unternehmen nach der Auswertung eine Grundlage, entsprechende Maßnahmen für gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen zu entwickeln“, beschreibt Karsten Schrankel den AOK-Service.

Die AOK-Arbeitsunfähigkeitsstatistik

Die AOK Hochrhein-Bodensee wertet zur Erstellung der Arbeitsunfähigkeitsstatistik Krankmeldungen von 31.869 AOK-versicherten Arbeitnehmern aus den Unternehmen des Landkreises Konstanz aus. Dabei stellen Männer 51,2 Prozent und Frauen 48,4 Prozent.

Cordelia Steffek

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