Krankenstand im Landkreis Lörrach weiterhin niedriger als in Bund und Land - Atemwegserkrankungen und Rückenleiden häufigste Ursache für Arbeits-Ausfälle

Lörrach, 23. September – Aktuelle Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2015 zeigen, dass der Krankenstand im Landkreis Lörrach mit 4,8 Prozent im Landesvergleich auf niedrigem Niveau liegt. Das sind zwar 0,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, aber dennoch 0,6 Prozent unter dem Landes- und 0,8 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Häufigste Ursache für Arbeitsausfälle sind Atemwegserkrankungen wie Grippe und Erkältungen mit 27 Prozent aller Fälle. An zweiter Stelle stehen Muskel- und Skelett-Erkrankungen mit 13,7 Prozent.

Datum: 23.09.2015 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Lörrach

Im Schnitt waren bei der AOK Hochrhein-Bodensee versicherte Arbeitnehmer aus dem Landkreis Lörrach im ersten Halbjahr 10,7 Tage arbeitsunfähig – ein Rückgang um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Um vier Prozent gestiegen ist die Anzahl der Krankmeldungen. Genau 43 Prozent aller Beschäftigten haben mindestens einmal eine Krankmeldung zum Arbeitgeber geschickt. Trotz der Steigerung sind das über 12 Prozent weniger als im gesamten Bundesland.

Weil die Diagnose häufig Rückenschmerzen lautet, rät die AOK ihren Versicherten zu Sport und regelmäßiger Bewegung. „Aber auch Arbeitgeber können zur Gesundheit ihrer Mitarbeiter beitragen und ein verstärktes Augenmerk auf die Ergonomie der Arbeitsplätze legen“, sagt Edo Jastram, Leiter des AOK-Gesundzeitszentrums in Lörrach. Für AOK-Versicherte mit Rückenproblemen bietet die AOK das „Sanfte Rückentraining“ und das AOK-RückenKonzept im AOK-Gesundheitszentrum in Lörrach an. „Es ist exklusiv für AOK-Versicherte ab 18 Jahren. Voraussetzung ist lediglich eine Empfehlung des behandelnden Arztes“, erklärt Bewegungsexperte Jastram.

„Aber auch die gesundheitliche Vorsorge am Arbeitsplatz gewinnt zunehmend an Bedeutung“, betont der AOK-Experte für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Karsten Schrankel. „ Für Unternehmen ist es immer wichtiger, die Mitarbeiter möglichst lange gesund zu erhalten.“ BGM-Experten der AOK Hochrhein-Bodensee haben im ersten Halbjahr in 88 Firmen im Landkreis Lörrach gesundheitsförderliche Aktivitäten durchgeführt. Ein besonderes Angebot ist dabei das Präventionsprogramm „Lebe Balance“, mit dessen Hilfe psychischen Erkrankungen vorgebeugt werden kann.

Um Belastungs- und Krankheitsschwerpunkte im Unternehmen zu erkennen, stellt die AOK Hochrhein-Bodensee Firmen, die sich im Betrieblichen Gesundheitsmanagement engagieren wollen, anonymisierte und datengeschützte Krankenstands-Analysen zur Verfügung . „Die Analyse gibt damit den Unternehmen nach der Auswertung eine Grundlage, entsprechende Maßnahmen für gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen zu entwickeln“, beschreibt Karsten Schrankel den AOK-Service.

Die AOK-Arbeitsunfähigkeitsstatistik

Die AOK Hochrhein-Bodensee wertete zur Erstellung der Arbeitsunfähigkeitsstatistik Krankmeldungen von 28.938 AOK-versicherten Arbeitnehmern aus den Unternehmen des Landkreises Lörrach aus. Dabei stellen Männer 51,1 Prozent und Frauen 48,9 Prozent.

Cordelia Steffek

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