Krankenstand im Landkreis Tuttlingen leicht gestiegen – AOK legt Auswertung vor

Landkreis Tuttlingen, 17. März 2016 – Der Krankenstand in Unternehmen im Landkreis Tuttlingen betrug im Jahr 2015 5,0 Prozent. Dies teilt die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg mit, die die Daten von rund 40.500 AOK-versicherten Beschäftigten im Landkreis Tuttlingen analysiert hat.

Datum: 17.03.2016 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Landkreis Tuttlingen

Gegenüber dem Vorjahr (4,8 Prozent) ist das eine leichte Steigerung. Allerdings kommen die Unternehmen im Landkreis damit immer noch gut weg. Bundesweit betrug der Krankenstand 2015 5,3 Prozent.

„Die starke Erkältungswelle in den Monaten Februar und März 2015 ließ die Zahl der Krankmeldungen ansteigen“, erklärt Tobias Croonenbroeck, AOK-Koordinator für Betriebliches Gesundheitsmanagement im Landkreis Tuttlingen. „Vor allem eine gesunde Ernährung mit ausreichend Bewegung stärken das Immunsystem und wirken vorbeugend gegen Erkältungen“, rät Croonenbroeck. Auch das regelmäßige Händewaschen schütze vor der Übertragung von Krankheitserregern. Gerade Arbeitnehmer mit viel Menschenkontakt können dadurch eine Erkältung umgehen.

Zwar waren Erkrankungen der Atemwege der häufigste Grund für eine Krankschreibung. Betrachtet man aber die Länge der Arbeitsunfähigkeit, werden sie von den Muskel- und Skeletterkrankungen wie etwa den Rückenschmerzen auf Platz zwei verdrängt. Diese Diagnosegruppe war im Landkreis für 20 Prozent aller Fehltage verantwortlich. Erst danach folgten mit 15 Prozent Atemwegserkrankungen, gefolgt von Verletzungen und psychischen Erkrankungen mit 11 beziehungsweise 10 Prozent. Durchschnittlich dauerte eine Arbeitsunfähigkeit im Landkreis 10 Kalendertage.

„Eine leichtere oder mittelschwere Erkältung geht meist schnell wieder vorüber, Rückenbeschwerden etwa durch Fehlbelastungen führen meist zu längeren Ausfällen und können bleibende Schäden hinterlassen“, sagt der AOK-Experte. „Wir schulen Mitarbeiter beispielsweise in der Produktion mit der richtigen Hebetechnik den Rücken zu entlasten.“ Aber auch Büroangestellte seien gefährdet. „Der Mensch ist für eine monotone Haltung und langes Sitzen nicht geschaffen. Wer viel sitzt, sollte seine Position regelmäßig verändern, um eine einseitige Belastung des Rückens zu vermeiden. Ich selbst telefoniere während meiner Bürozeiten ganz gerne im Stehen.“

Die Branchen Verkehr/Transport sowie Baugewerbe hatten mit jeweils 5,5 Prozent den höchsten Krankenstand im Landkreis. Der niedrigste Wert war in den Wirtschaftszweigen Banken/Versicherungen sowie Land- und Forstwirtschaft mit jeweils 2,8 % festzustellen.

Bildunterschrift: Tobias Croonenbroeck, Koordinator für Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg

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