Krankenstand im Landkreis Waldshut weiterhin niedriger als in Bund und Land - Rückenleiden und Atemwegserkrankungen häufigste Ursache für Arbeits-Ausfälle

Im Landkreis Waldshut lag der Krankenstand im vergangenen Jahr bei 4,2 Prozent – 0,5 Prozent unter dem Landesdurchschnitt und ein Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Im Vergleich zu 2013 ist der Krankenstand damit gleich geblieben. Häufigste Ursache für Arbeitsausfälle sind Muskel- und Skelett-Erkrankungen mit knapp 22 Prozent. Atemwegserkrankungen wie Grippe und Erkältungen liegen mit knapp 11 Prozent an zweiter Stelle. Psychische Erkrankungen sind 9,7 Prozent dritthäufigste Erkrankung.

Datum: 26.03.2015 / Kategorie: Krankenstand

Waldshut-Tiengen

Im Schnitt waren bei der AOK Hochrhein-Bodensee versicherte Arbeitnehmer aus dem Landkreis Waldshut im vergangenen Jahr 15,4 Tage arbeitsunfähig - was exakt dem Wert aus dem Vorjahr entspricht. Um 1,7 Prozent gesunken ist die Anzahl der Krankmeldungen. Genau 51,1 Prozent aller Beschäftigten haben mindestens einmal eine Krankmeldung zum Arbeitgeber geschickt – 4,2 Prozent weniger als im Landesvergleich und 2,4 Prozent weniger als im gesamten Bundesgebiet.

Weil die Diagnose häufig Rückenschmerzen lautet, rät die AOK ihren Versicherten zu präventiven Maßnahmen und den Arbeitgebern, ein verstärktes Augenmerk auf die Ergonomie der Arbeitsplätze zu legen. „Es gibt viele Gründe für Rückenschmerzen. Zu wenig Bewegung führt zu einem Rückgang der Muskulatur und damit zu mehr Verschleiß im Bewegungsapparat“, erklärt Nina Blattmann, Leiterin des AOK-Gesundzeitszentrums in Waldshut-Tiengen. „Aber auch Übergewicht, Unfälle oder psychische Belastungen tragen zu Erkrankungen des Bewegungsapparates bei.“ Wichtig sei daher Sport und regelmäßige Bewegung. „Hohe Belastungen sind nicht erforderlich, der Spaß sollte im Vordergrund stehen“, mein die Gesundheitsexpertin. „Ein längerer strammer Spaziergang zwei bis drei Mal die Woche genügt meistens, um die Muskulatur des Körpers zu stärken.“ Für AOK-Versicherte mit Rückenproblemen bietet die AOK das „sanfte Rückentraining“ und das AOK-RückenKonzept im AOK-Gesundheits­zentrum in Waldshut an. „Die Teilnahme ist für unsere Versicherten kostenfrei, wenn der Arzt die Notwendigkeit dafür attestiert“, erklärt Bewegungsexpertin Blattmann.

Die Gesundheitskasse sieht aber auch die Arbeitgeber in der Pflicht. Die gesundheitliche Vorsorge am Arbeitsplatz gewinne zunehmend an Bedeutung. „Die Arbeitnehmer werden immer älter. Und durch den sich abzeichnenden Fachkräftemangel ist es für Unternehmen immer wichtiger, die Mitarbeiter möglichst lange gesund zu erhalten“, sagt der AOK-Experte für Betriebliches Gesundheitsmanagement, Karsten Schrankel. Die AOK Hochrhein-Bodensee stellt den Firmen, die sich hier engagieren wollen, spezielle Instrumente der Krankenstands-Analyse zur Verfügung. Mit deren Hilfe kann die AOK mögliche Krankheits- und Belastungsschwerpunkte ermitteln. Sie gibt damit den Unternehmen nach der Auswertung eine Grundlage, entsprechende Maßnahmen für gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen zu entwickeln.

Die AOK-Arbeitsunfähigkeitsstatistik

Die AOK Hochrhein-Bodensee wertet zur Erstellung der Arbeitsunfähigkeitsstatistik für den Landkreis Waldshut Krankmeldungen von 30.486 AOK-versicherten Arbeitnehmern bei rund 3.500 Unternehmen aus. Dabei stellen Männer 48,4 Prozent und Frauen 51,6 Prozent.

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