Krankenstand im Vergleich zum Vorjahr gesunken

Heilbronn/Hohenlohe, 6. September 2019. Der Krankenstand der AOK-Versicherten in der Region Heilbronn-Franken ist in den ersten sechs Monaten 2019 leicht gesunken. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 ging er von 5,7 auf 5,5 Prozent zurück. Im Landkreis Heilbronn verringerten sich die Fehlzeiten im gleichen Umfang von 5,7 Prozent auf aktuell 5,5 Prozent. Im Stadtkreis nahmen sie im selben Zeitraum von 5,9 Prozent auf 5,5 Prozent ab. Der Hohenlohekreis verzeichnete ebenfalls ein geringes Minus von 5,7 auf 5,6 Prozent. Ursächlich für die Entwicklung war, dass die Grippewelle Anfang des Jahres weniger heftig ausgefallen ist, als im Vorjahr. Trotzdem wurde im Grippemonat Februar mit 6,7 Prozent der höchste Wert bei den Fehlzeiten erreicht.

Datum: 06.09.2019 / Kategorie: Krankenstand

Heilbronn/Hohenlohe

Der Anteil der AOK-versicherten Beschäftigten, die sich einmal oder mehrfach krank meldeten, betrug 49,8 Prozent. Im Jahr 2018 lag dieser Wert noch bei 51,1 Prozent.

Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag bei 9,8 Kalendertagen, im Landkreis Heilbronn bei 10 Kalendertagen, im Stadtkreis Heilbronn bei 9,1 und im Hohenlohekreis von 10 Kalendertagen. Auf 100 Versicherte in Heilbronn-Franken kamen im ersten Halbjahr 2019 insgesamt 101,6 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen, im Landkreis Heilbronn waren es 99,1, im Stadtkreis Heilbronn110,2 und im Hohenlohekreis 101,7. Die Zahl der Krankschreibungen unterschritt den Vorjahreswert in der Region um 2,5 Prozent. 

 

 

 

Ursachen für die Krankheitstage waren in 22,4 Prozent der Fälle (2018: 21,2 %) orthopädische Beschwerden, gefolgt von Atemwegserkrankungen mit 14,5 Prozent (2018: 17,4 Prozent) der Fälle. Auf Rang drei lag unverändert der Diagnosebereich Psyche mit 10,5 Prozent (gegenüber 10 Prozent im Vorjahr), gefolgt von Verletzungen mit 9,9 Prozent (9,7 in 2018).

 

 

 

Eine etwas andere Verteilung zeigt sich in Heilbronn-Franken, wenn man Krankheitsarten nach Fallzahlen betrachtet. Hier rangierten Beschwerden der Atemwege mit 25,6 Prozent (2018: 27,9%) vor Muskeln und Skelett mit 15,3 Prozent (14,2%), Verdauung mit 7,6 Prozent (7,3%) und Verletzungen mit 6,4 Prozent (6,5%). Die Zahlen der AOK gelten als repräsentativ, da sie mit rund 45 Prozent aller Versicherten die größte Krankenkasse des Landes ist.

 

 

 

Die Branche „Energie und Wasser“ hatte mit 6,5 Prozent den höchsten Krankenstand in der Region, gefolgt von „Gesundheits- und Sozialwesen“, „Verkehr und Transport“ und dem verarbeitenden Gewerbe mit jeweils 6 Prozent. Der niedrigste Wert wurde mit 3,6 Prozent in der Land- und Forstwirtschaft ermittelt.

 

 

 

Nach Berufsgruppen untergliedert lagen die Angestellten in industriellen Gießereien mit 19,3 Fehltagen pro AOK-Versichertem im 1. Halbjahr 2019 vor „Papier- und Verpackungstechnik“ mit 15,7 Tagen und „Asphalt- und Straßenbau“ mit 15,3 Tagen. Die wenigsten Arbeitsunfähigkeitstage wurden mit jeweils 3,7 Tagen in der Softwareentwicklung ermittelt.

 

 

 

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