Krankenstand in Pforzheim und Enzkreis höher als im Land - Leichter Rückgang bei der Krankheitsdauer

Die Auswertung der AOK zu den Fehlzeiten ihrer versicherten Mitglieder ergab für das erste Halbjahr 2016 einen Krankenstand in Baden-Württemberg von 5,2 Prozent und liegt damit um 0,2 Prozent unter dem Bundesschnitt. „Das Krankheitsgeschehen ist nahezu unverändert, was die Hauptdiagnosen angeht.“ so Hartmut Keller, Geschäftsführer der AOK Nordschwarzwald. Langzeiterkrankungen verursachen fast 40 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage im Nordschwarzwald.

Datum: 08.09.2016 / Kategorie: Krankenstand

Pforzheim

Bezogen auf die Arbeitsunfähigkeitstage In Pforzheim und Enzkreis waren die vier wichtigsten Krankheitsarten Muskel/Skelette (Rücken) mit 22,1 Prozent, Atemwege mit 14,7 Prozent, psychische Erkrankungen mit 10,4 Prozent und Verletzungen mit 10,2 Prozent. Der Krankenstand in Pforzheim bleibt bei 5,8 Prozent stabil zum Vorjahr. Im Enzkreis ist er nach AOK-Angaben auf 5.6 Prozent (5,8 in 2015) leicht zurückgegangen.

Die Auswertung ergab für die Region eine durchschnittliche Krankheitsdauer von 10,5 Arbeitstagen. Erfreulich dabei, im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage um 2,5 Prozent. Junge Arbeitnehmer von 20 bis 24 Jahren hatten einen Krankenstand bei den Männern von 4,9 bzw. 4,3 Prozent bei den Frauen, während bei den Mitarbeitern über 50 Jahre 6,5 Prozent je Geschlechtergruppe und bei den männlichen Mitarbeitern über 60 Jahre sogar 10,9 Prozent und bei den weiblichen Mitarbeitern ein Krankenstand von 10,3 Prozent zu verzeichnen ist. Insbesondere dieser Sachverhalt macht in Verbindung mit dem demographischen Wandel und dem Fachkräftemangel die Notwendigkeit verstärkter Präventionsanstrengungen deutlich. „Mit Lebe Balance für die psychische Gesundheit und unseren Rückenprogrammen sind wir hier auf dem richtigen Weg. Bei den Rückenerkrankungen können wir in den letzten Jahren eine leichte Besserung erkennen, die nicht zuletzt unseren Präventionsanstrengungen in den Rückenstudios zu verdanken ist“, so Keller.

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