Krankenstand laut AOK-Halbjahresstatistik erhöht: Mit Grippeschutzimpfung Influenzawelle vorbeugen

„Die außergewöhnlich schwere Grippewelle im vergangenen Winter ließ den Krankenstand im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent auf 5,7 Prozent klettern“, kommentiert Christian Bikowski den aktuellen Gesundheitsbericht der AOK Mittlerer Oberrhein für das erste Halbjahr 2018. Der Koordinator für betriebliches Gesundheitsmanagement bei der AOK Mittlerer Oberrhein hebt hier Atemwegserkrankungen als die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit hervor: Verglichen mit dem Vorjahr stieg ihr Anteil von 26 Prozent im Vorjahr auf 28,4 Prozent.

Datum: 27.09.2018 / Kategorie: Krankenstand

Karlsruhe

Betrachtet man den Krankenstand im saisonalen Verlauf, so finden sich in jedem ersten Halbjahr Spitzen in den Monaten Februar und März. „In diesem Jahr schoss der Krankenstand auf 7,2 Prozent im Februar und 6,9 Prozent im März, bevor sich die Kurve im April dem Vorjahresniveau anglich“, beziffert Bikowski den Höhepunkt der Grippewelle.

 

 

 

Damit im kommenden Winter nicht erneut eine Grippewelle über die Region rollt und ganze Abteilungen leerfegt, berät Bikowski Unternehmen in Sachen Prävention: „Wir sensibilisieren für die Grippeschutzimpfung.“ Zu den typischen Risikogruppen, denen er eine Impfung empfiehlt, gehören unter anderem über 60-Jährige, chronisch Erkrankte, Ärzte und Pflegekräfte sowie Beschäftigte, die an ihrem Arbeitsplatz mit vielen Menschen in Kontakt kommen. „Daneben gilt richtige Handhygiene als effektivster Ansteckungsschutz, also gründliches Einseifen, Waschen und Trocknen“, so Bikowski. „Besteht akute Ansteckungsgefahr, sollte man ganz aufs Händeschütteln verzichten.“

 

 

 

In der Region Mittlerer Oberrhein meldeten sich im ersten Halbjahr 2018 47,1 Prozent aller AOK-Versicherte mindestens einmal krank – ein Plus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2017. „Das entspricht durchschnittlich 10,3 Fehltagen pro Versichertem“, veranschaulicht Bikowski. Die Zahlen basieren auf den Daten von 174.716 AOK-versicherten Arbeitnehmern aus dem Stadt- und Landkreis Karlsruhe, der Stadt Baden-Baden und dem Landkreis Rastatt. Mit einem Marktanteil von 32 Prozent kann die AOK-Statistik als repräsentativ gelten.

 

 

 

„Der hiesige Krankenstand von 5,7 Prozent entspricht exakt dem Bundesdurchschnitt und liegt etwas über dem Landesdurchschnitt von 5,4 Prozent“, erläutert Bikowski.

 

 

 

„Der Anteil der Arbeitsunfähigkeitsfälle mit einer Dauer von mehr als sechs Wochen betrug 3,9 Prozent“, hebt Bikowski eine bemerkenswerte Zahl hervor, denn: „Diese Langzeiterkrankungen verursachen 37,1 Prozent aller Fehltage. Sie sind von entscheidender Bedeutung für das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen in den Betrieben und erfordern besonderer Aufmerksamkeit beim betrieblichen Gesundheitsmanagement.“

 

Kontakt zur Pressestelle

Nina Weber

Pressesprecherin

E-Mail: nina.weber-kunt@bw.aok.de
Telefon: 0721 3711-112
Telefax: 0721 371191-109

Kriegsstraße 41
76133 Karlsruhe