Krankmeldungen sind um 45 Prozent gestiegen

Nordschwarzwald, 13.02.2015 - Wer zum Arzt muss, erlebt zur Zeit übervolle Wartezimmer mit vielen fiebernden, hustenden  Patienten. Die Grippewelle die über Europa hinwegfegt, hat auch den Nordschwarzwald erreicht. Selten waren so viele Grippeerkrankte zu verzeichnen wie in diesem Jahr.

Datum: 13.02.2015 / Kategorie: Krankenstand

Nach Angaben vom Robert-Koch-Institut war die Erkrankungszahl in der Kalenderwoche 6 (2. bis 8.Februar) so hoch, dass die höchste Meldestufe erreicht wurde. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) berichtet: „Wir haben seit knapp zwei Wochen eine rasante Zunahme der Erkrankungsfälle mit plötzlich einsetzendem, sehr hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, oft auch mit Erbrechen und Durchfall kombiniert“.

Auch die AOK Nordschwarzwald macht momentan diese Erfahrung. Geschäftsführer Hartmut Keller. „ Wir haben Steigerungsraten bei Krankmeldungen bis zu 45 Prozent“. Dabei sind eher harmlose Erkältungskrankheiten wie Husten, Schnupfen, Magen-Darm aber auch die „echte Grippe“ darunter, so Keller weiter. Obwohl die Grippe-Saison schon weit fortgeschritten ist, kann nach Angaben des Robert-Koch-Instituts eine Impfung in Risikogruppen immer noch erwogen werden. Es dauert aber zwei Wochen, bis sich der Schutz aufbaut. Zu den Risikogruppen zählen, medizinisches Personal, Menschen mit hohem Publikumsverkehr, Personen über 60 Jahre, Schwangere sowie chronisch Kranke, etwa mit Herzkrankheiten, Diabetes oder Asthma.

„Die Impfung ist nach wie vor die wichtigste und effektivste Präventionsmaßnahme, wenn man von dem natürlich kaum praktikablem Rat absehe, die Influenzasaison zu Hause und ohne Besuch zu verbringen“, sagt der Vorsitzende Dr. Jan Leidel von der ständigen Impfkommission (STIKO). Am besten schützt man sich mit einer Grippeimpfung bereits im Herbst. Um aber jetzt Ansteckungen zu vermeiden, empfiehlt die AOK sich öfters die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Türknöpfe und Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmittel meiden, Distanz zu offensichtlich verschnupften Menschen wahren, viel frisches Obst und Gemüse essen und regelmäßig an die frische Luft gehen. „Eine Grippeimpfung ist für jeden sinnvoll und wichtig“, so Hartmut Keller. Ob eine Impfung Mitte Februar noch sinnvoll ist, das hänge von der Länge des Winters und der Dauer der Grippewelle ab. Der Impfschutz tritt nach 14 Tagen ein. Und da Viren schnell mutieren, wird jährlich eine erneute Impfung empfohlen.

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