Kreis Böblingen: Vorsicht: Zecken

Es ist die Zeit der Zeckenstiche. Dadurch können die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose übertragen werden. Von März bis Oktober ist die Ansteckungsgefahr am größten. Die AOK Stuttgart-Böblingen empfiehlt Impfung und nach dem Aufenthalt im Freien die Kontrolle.

Datum: 23.03.2018 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Kreis Böblingen

 

 

Zecken lauern in Wald, Wiesen, Garten und Gebüsch. Die von ihnen übertragenen Krankheiten können gefährlich werden. Nach milden Wintern sind die Zecken-Populationen immer besonders groß. Die Gefahr, nach einem Zeckenstich zu erkranken, ist nicht zu unterschätzen: Etwa jede zehnte Zecke trägt das FSME-Virus in sich. „Die gute Nachricht ist: Gegen FSME kann man sich impfen lassen“, betont Christian Kratzke, Geschäftsführer der AOK Stuttgart-Böblingen. Er rät zur FSME-Impfung und vor allem zur Überprüfung des Schutzes, der regelmäßig aufgefrischt werden muss. Laut Robert-Koch-Institut wurden 2017 acht FSME-Fälle im Landkreis Böblingen festgestellt (2016: einer. 2015: fünf).

 

 

 

Keinen Impfstoff hingegen gibt es bei der Borreliose. Auch wenn nicht jeder Zeckenstich eine Infektion bedeutet, ist Vorsicht geboten. Die AOK Stuttgart-Böblingen zählte 730 Borreliose-Erkrankungen in 2016, davon 355 im Landkreis Böblingen. 2015 waren es hier insgesamt 582 Behandlungsfälle, davon im Landkreis 277. Allerdings: Die tatsächliche Zahl von Erkrankungen dürfte wesentlich höher liegen; Mediziner gehen gerade im Fall der Borreliose wegen der diffusen Symptome von einer hohen Dunkelziffer aus.

 

 

 

„Der beste Schutz ist immer, Zeckenstiche zu vermeiden“, weiß Kratzke. Die richtige Kleidung wie geschlossene Schuhe, Strümpfe und Kopfbedeckung sowie ein regelmäßiges Absuchen des Körpers seien besonders wichtig, vor allem, wenn man viel draußen ist. Helle Kleidung macht die winzigen Zecken sichtbarer. Übrigens: Beim Auftragen von Insektenschutzmitteln, die einige Stunden Schutz bieten können, sollten die Haaransätze nicht vergessen werden. Gerne saugen sich Zecken an warmen, dünnen Hautpartien wie Armbeuge, Kniekehlen, Hals- und Nackenbereich sowie Leiste fest. Je schneller eine Zecke mit einer speziellen Pinzette oder Karte entfernt und sorgfältig desinfiziert wird, desto geringer das Risiko, dass Erreger in den Körper gelangen. „Bildet sich um den Einstich ein roter Rand, deutet dies auf eine Borreliose-Infektion hin. Betroffene sollten dann sofort zum Arzt gehen“, rät der AOK-Chef.

 

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