Landkreis Rastatt: AOK Mittlerer Oberrhein unterstützt Suchtprophylaxe

Auf den jährlichen Spendenscheck der AOK Mittlerer Oberrhein ist für die Kommunale Suchtbeauftragte im Landratsamt Rastatt, Gudrun Pelzer, Verlass. Mit der Spende der Gesundheitskasse in Höhe von 7.640 Euro kann sie verschiedene Projekte der Suchtprävention unterstützen, weitere 200 Euro hat die Landwirtschaftliche Krankenkasse beigesteuert.

Datum: 12.05.2022 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Rastatt

Landrat Dr. Christian Dusch würdigte bei der Spendenübergabe die regelmäßige Unterstützung der beiden Kassen, die damit Flagge zeigen und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen: „Dieser Betrag unterstützt die Arbeit erheblich.“ Dusch hob speziell das Projekt Drachenreiter hervor, bei dem sich Kinder von suchtkranken Eltern wöchentlich treffen, um ihre Erfahrungen untereinander auszutauschen. „Der persönliche Kontakt innerhalb dieser Gruppe ist unabdingbar, damit sich die Gleichaltrigen auf Augenhöhe begegnen und über schwierige Situationen ihres Alltags sprechen können“, berichtet der Landrat von diesem „tollen Angebot“.

 

Die Geschäftsführerin der AOK Mittlerer Oberrhein, Petra Spitzmüller, zeigte sich erfreut, dass die erfassten Fälle der Alkoholsucht bei Jugendlichen rückläufig seien. Zugleich ist Spitzmüller besorgt, dass sich dafür aber die Mediensucht verstärkt auf dem Vormarsch befände. Spitzmüller gibt zu bedenken, dass sich die Auswirkungen von Corona auf das Suchtverhalten in den kommenden Jahren noch zeigen werde. Sozialdezernent Jürgen Ernst bedankte sich bei der AOK-Chefin für die gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre: „Sie sind über die Jahre hinweg ein verlässlicher Kooperationspartner, der vor Ort präsent ist und Gesicht zeigt.“

 

Die Kommunale Suchtbeauftragte Pelzer wird von der Fachstelle Sucht unterstützt. Über 70 Veranstaltungen im vergangenen Jahr sollen dazu beitragen, das Bewusstsein in der Bevölkerung zu stärken, das Netz der Suchtprävention weiter auszubauen und Jugendliche und Eltern für die Gefahren zu sensibilisieren. Die Fördermittel der AOK Mittlerer Oberrhein fließen in Projekte wie beispielsweise Fortbildungen für Schulen und Vereine oder das „HaLT“-Projekt, das bei Festen und Veranstaltungen übermäßigen Alkoholkonsum von jungen Menschen bekämpft. Auch Schulklassenworkshops, Elternabende und die Schulung und Begleitung von Vereinen im Rahmen des Zertifizierungsprogramms gehören zu den Maßnahmen der Suchtprävention. Über 50.000 Euro lässt sich der Landkreis diese wichtige Aufgabe jährlich kosten.

 

Insgesamt 135 Vereine haben sich seit 2011 zum „Jugendfreundlichen Verein“ zertifizieren lassen. Auch die gut besuchten Kurse für jugendliche Konsumenten von Cannabis und Amphetaminen wertet Pelzer als Erfolg der guten Vernetzung und Kooperation der Fachstelle Sucht, Polizei, Schulsozialarbeit, Vereinen sowie der Städte und Gemeinden. Dieses Zusammenspiel der Akteure schaffe Rahmenbedingungen, die einen Missbrauch von Suchtmitteln erschweren und praktische Angebote zur Suchtprävention zum Einsatz bringen.

 

Foto: Für den guten Zweck: Landrat Dr. Christian Dusch (von links), Petra Spitzmüller, Gudrun Pelzer und Jürgen Ernst bei der Scheckübergabe im Landratsamt.

 

Foto/Text: Benjamin Wedewart

 

Nina Weber

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