Leben mit Parkinson: Immer mehr Menschen im Kreis Esslingen betroffen

Parkinson ist eine unheilbare Krankheit. Mit dieser Diagnose leben rund 1.200 Versicherte der AOK Neckar-Fils im Kreis Esslingen. Die Tendenz ist steigend. Seit 2012 ist die Zahl der Betroffenenjährlich um ein Prozent nach oben gegangen. Männer leiden häufiger unter der Schüttellähmung als Frauen.

Datum: 10.04.2018 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Esslingen

In Baden-Württemberg haben mehr als 22.000 AOK-Versicherte in Baden-Württemberg Parkinson. Trotzdem ist dies ein Tabuthema. Die Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, die im Laufe der Zeit die Bewegungsfähigkeit der Betroffenen stark einschränkt. Meist tritt sie bei Menschen ab dem 50. Lebensjahr auf. „Sie ist derzeit nicht heilbar“, sagt AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein, „aber es gibt Behandlungsmöglichkeiten, die die Beschwerden lindern können.“

 

Mittlerweile könne das Fortschreiten der Erkrankung durch eine medikamentöse Behandlung in Verbindung mit einer Sporttherapie deutlich hinausgezögert werden. „Besonders geeignet für Parkinson-Patienten sind unter anderem Walking, Radfahren, Tanzen, konventionelle Gymnastik und Tai-Chi“, so Dr. Knapstein.

 

Die ersten Anzeichen einer Parkinson-Erkrankung werden häufig nicht wahrgenommen oder als normale Alterserscheinungen gesehen. Dazu zählt beispielsweise der oft nachlassende Geruchssinn, Verstopfung, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen sowie das Nachlassen der Feinmotorik. Zunächst treten die Beschwerden oft nur auf einer Körperseite auf.

 

„Um das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen, seien eine frühzeitige Diagnose und das strukturierte Zusammenspiel zwischen Hausarzt und Facharzt sehr wichtig“, sagt Knapstein. Hier bietet das AOK-Hausarzt und -Facharzt-Programm Vorteile. „Der behandelnde Arzt hat mehr Zeit für die Behandlung und Beratung. Zudem erhalten Parkinson-Patienten mit häufigen Begleiterkrankungen wie Depressionen schneller Zugang zu psychiatrischer Behandlung.“

 

 

 

 

 

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