Lörrach: AOK-Tipps gegen Insektenstiche

Lörrach, 13. Juli – In der heißen Jahreszeit summt und brummt es, unzählige Insekten sind in der Luft. Im Freibad, beim Spazieren-gehen oder Eisschlecken steigt dann das Risiko schnell Gefahr, von einer Biene oder Wespe gestochen zu werden. Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Waldshut 297 AOK-Versicherte wegen Insektenstichen ärztlich behandelt. Das ist deutlich weniger als im benachbarten Landkreis Waldshut. Die Daten der AOK Baden Württemberg gelten als repräsentativ, denn mit einem Marktanteil von 43 Prozent ist sie die größte Krankenversicherung im Land.

Datum: 13.07.2016 / Kategorie: Gesundheitstipps

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Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts haben ergeben, dass etwa 25 Prozent der Bevölkerung unter „allergisch verursachten örtlichen Reaktionen" leiden. Bis zu 3,5 Prozent entwickeln eine potenziell lebensbedrohende Anaphylaxie, wie die gefährliche Körperreaktion auf das Insektengift genannt wird. Im schlimmsten Fall führt dies zu Atemnot, starkem Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit, Herzkreislauf und Atemstillstand. Pro Jahr werden etwa 20 dieser Todesfälle in Deutschland dokumentiert, wobei die Dunkelziffer deutlich höher sein dürfte.

„Nicht wegen der schmerzvollen Begleiterscheinungen – auch aus gesundheitlicher Sicht sollten Insektenstiche grundsätzlich vermieden werden“, sagt Edo Jastram, Leiter des AOK-Gesundheitszentrums in Lörrach. „Zuckerhaltige Getränke und Speisen locken vor allem Wespen an. Ist eines der Tiere im Anflug, bloß nicht hektisch herum wedeln oder nach den Tieren schlagen. Bienen und Wespen stechen nicht, um anzugreifen, sondern um sich zu verteidigen", so der Rat des Gesundheitsexperten. Gläser und Flaschen sollte man immer abdecken, da sonst unbemerkt ein Tier hinein gelangen und beim Trinken verschluckt werden könnte. Weitere Vorsichtsmaßnahmen: Nicht barfuß auf blühenden Wiesen herumlaufen und Abstand zu Insektennestern und -schwärmen halten.

Meist nicht weiter schlimm

„Wenn das Insekt doch gestochen hat ist das zwar lästig, aber meist nicht weiter schlimm. Die betroffene Körperstelle kann mit einem kühlen und feuchten Umschlag oder speziellen Salben behandelt werden“, rät die AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein. Anders verhalte es sich, wenn Menschen allergisch auf Insektengifte reagieren. „Wenn die Stichstelle stark anschwillt, muss der Betroffene sofort zum Arzt“, warnt Dr. Knapstein. „Bei zusätzlicher Atemnot, Schwindel oder starkem Herzklopfen, sollte sogar die 112 und ein Notarzt gerufen werden.“ Bei einer diagnostizierten Allergie könne der Arzt eine entsprechende Therapie in Form einer Hypo-Sensibilisierung gegen Wespen oder Bienenstiche verordnen. Eine solche Immuntherapie schütze vor erneuten lebensbedrohlichen Reaktionen.

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