Mehr Krankschreibungen im Main-Tauber-Kreis 2019

Der Krankenstand bei AOK-Versicherten in der Region Heilbronn-Franken ist im Jahr 2019 mit 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2018 gleichgeblieben. Im Main-Tauber-Kreis stiegen die Fehlzeiten von 5,5 Prozent im Jahr 2018 auf 5,7 Prozent im Jahr 2019. Anfang des Jahres 2019 fiel die Grippewelle geringer aus als 2018. Dafür aber gab es mehr Krankmeldungen von August bis Dezember. Dies war ursächlich für das stabile aber vergleichsweise hohe Krankheitsaufkommen. Dies dürfte 2020 noch zulegen, da der Corona-Virus Covid 19 seine Spuren hinterlassen dürfte. Die Zahlen der AOK Heilbronn-Franken gelten als besonders repräsentativ, da sie mit einem Versichertenanteil von rund 47 Prozent die bei weitem größte Krankenkasse der Region ist.

Datum: 11.03.2020 / Kategorie: Krankenstand

Main-Tauber-Kreis

Der Anteil der AOK-versicherten Beschäftigten, die sich einmal oder mehrfach krankmeldeten, betrug im Jahr 2019 insgesamt 59,4 Prozent. Im Jahr 2018 lag dieser Wert bei 60 Prozent. Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag im Main-Tauber-Kreis bei 10,5 Kalendertagen und war damit um 2,9 Prozent höher als im Vorjahr. Auf 100 AOK-Versicherte in Heilbronn-Franken kamen im Jahr 2019 insgesamt 191,2 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen, im Main-Tauber-Kreis waren es 198,7. Die Zahl der Krankschreibungen übertraf den Vorjahreswert im Main-Tauber-Kreis um 2,6 Prozent. 

 

 

 

Auslöser für die Krankheitstage waren mit 22,9 Prozent orthopädische Beschwerden (2018: 21,2 %), gefolgt von Atemwegserkrankungen mit 12,8 Prozent (2018: 17,4 Prozent), psychischen Erkrankungen mit 10,9 Prozent (gegenüber 10 Prozent im Vorjahr) und Verletzungen mit 10,3 Prozent (9,7 in 2018). Eine etwas andere Verteilung zeigt sich in Heilbronn-Franken, wenn man Krankheitsarten nach Fallzahlen betrachtet. Hier rangierten Beschwerden der Atemwege mit 23,9 Prozent (2018: 27,9%) vor Muskeln und Skelett mit 15,9 Prozent (14,2%), Verdauung mit 7,8 Prozent (7,3%) und Verletzungen mit 6,7 Prozent (6,5%).

 

 

 

Die Branche „Energie/Wasser/Entsorgung“ hatte mit 6,4 Prozent den höchsten Krankenstand in der Region, gefolgt vom „Verarbeitenden Gewerbe“ mit 5,9 Prozent, dem „Gesundheits- und Sozialwesen“ und „Verkehr und Transport“ (mit jeweils 5,8 Prozent sowie der „Öffentlichen Verwaltung“ (5,7 Prozent). Der niedrigste Wert wurde mit 3,4 Prozent in der Land- und Forstwirtschaft ermittelt.

 

 

 

Die Berufsgruppen mit den meisten Arbeitsunfähigkeitstagen waren im Jahr 2019 die „schleifende Metallverarbeitung“ (im Durchschnitt 30,2 Fehltage) vor „Farb- und Lacktechnik“ sowie „Straßen und Asphaltbau“ (je 30 Fehltage) und „Platz- und Gerätewarte“ (29,8 Fehltage). Die wenigsten Arbeitsunfähigkeitstage wurden mit jeweils 7,2 Tagen in der Softwareentwicklung ermittelt. Die Zahlen des Jahres 2020 werden ganz entscheidend von der Ausbreitung des Corona-Virus abhängen. Fachleute gehen derzeit von einer Pandemie aus, die eine gravierende Erhöhung der Arbeitsunfähigkeitstage zur Folge haben dürfte.

 

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