Migräne: Fast viermal mehr Frauen als Männer - Fallzahlen im Landkreis Waldshut nehmen weiter zu

Anlässlich des morgigen europäischen Kopfschmerz- und Migräne-Tags informiert die AOK Hochrheinbodensee über jüngste Zahlen zu dem weitverbreiteten Krankheitsbild. Fast 168.000 Versicherte der AOK Baden-Württemberg waren 2014 in ambulanter oder stationärer Behandlung wegen Migräne. Davon waren rund 70 Prozent Frauen. Eine ähnliches Bild zeigt die Statistik für den Landkreis Waldshut: Von den insgesamt 2.276 Fällen des vergangenen Jahres hatten sich 1.760 Frauen in Behandlung begeben.

Datum: 11.09.2015 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Waldshut-Tiengen

„Dabei nehmen die Fälle von Jahr zu Jahr statistisch zu“, sagt Susanne Oergele, AOK-KundenCenter-Leiterin in Waldshut. 2008 hatte die AOK noch 1.998 Fälle im Landkreis Waldshut gezählt. Das entspricht einer Steigerung um über drei Prozent jährlich. Migräne ist eine Erkrankungsform, die bei vielen Betroffenen mit der Pubertät einsetzt, seinen Höhepunkt zwischen 35 und 50 Jahren hat, um dann allmählich wieder abzuklingen. „Kennzeichen einer Migräne sind Kopfschmerzattacken, die zusammen mit Symptomen wie Übelkeit auftreten können. Genaue Ursachen sind nicht bekannt, es gibt jedoch bestimmte Auslöser: Besonders Stress und Schlafmangel können Migräne auslösen“, erläutert Dr. Sabine Knapstein, Psychotherapeutin und Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. „Migräne-Attacken können auch einsetzen, wenn zum Beispiel zu wenig getrunken wurde. Migräne kann außerdem durch Reizüberflutung ausgelöst werden, ebenso durch bestimmte Wetterlagen wie zum Beispiel Föhn.“ Um Migräne-Anfälle zu verhindern, sollten Betroffene auf die Auslöser achten und sie deshalb möglichst meiden. „Auf jeden Fall wirken Maßnahmen wie eine geregelte Lebensweise und Ausdauersport vorbeugend“, rät Dr. Knapstein. Auch Entspannungsübungen, wie zum Beispiel autogenes Training, seien hilfreich. Ebenso Ruhe, Schlaf und Schmerzmittel wie Paracetamol oder Aspirin in richtiger Dosierung.

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