Mit dem Wintereinbruch startet die Sturz-Saison - AOK veröffentlicht Statistik der Knochenbrüche für den Landkreis Lörrach

Lörrach, 19. Januar. Mit langer Verspätung ist jetzt der Winter gestartet und kommt mit Schnee, Matsch und Eis. Damit beginnt auch die Zeit der Knochenbrüche. Stürze sind – nicht nur bei älteren Mitbürgern – die mit Abstand häufigste Ursache für Frakturen. Das hat die AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee anhand ihrer Patientendaten ausgewertet. Deutlich öfter als die Beine brechen sich die Menschen die Arme. An Nummer 1 der Statistik steht im Landkreis Lörrach der gebrochene Speichen-Knochen nahe dem Handgelenk mit insgesamt 223 Fällen.

Datum: 19.01.2016 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Lörrach

Die Fraktur der Speiche nahe dem Handgelenk entsteht, wenn der Betroffene auf das angewinkelte Gelenk fällt. Daher fallen in der AOK-Statistik insbesondere Kinder bis 14 und Senioren ab 70 auf, die etwa auf Glatteis ausrutschen.

An zweiter Stelle in der Statistik steht die Knöchelfraktur mit 148 Fällen. Es ist dies der häufigste Bruch bei Jugendlichen und im mittleren Alter. Hauptursache ist Umknicken beim Gehen und Sport. An Platz 3 folgt die Oberarm-Fraktur nahe der Schulter. Diese ziehen sich meist ältere Menschen mit Osteoporose zu, wenn sie sich beim Fallen mit gestrecktem Arm abstützen. 132 Versicherte haben sich 2014 deshalb behandeln lassen. Der Oberschenkelhals-Bruch, die vierthäufigste Fraktur in der AOK-Bruch-Statistik, trifft besonders Frauen über 75. Insgesamt hat die AOK im Landkreis Lörrach 130 Oberschenkelhals-Brüche registriert.

Alle vier Frakturen treten vermehrt in den Wintermonaten auf, wenn es friert und schneit. Daher rät die Gesundheitskasse jetzt insbesondere Senioren zu Vorsichtsmaßnahmen: „Am wichtigsten sind Schuhe, die Stabilität geben und den Wetterbedingungen entsprechen. Gehstock oder Rollator verleihen zusätzlichen Halt“, rät Edo Jastram, Leiter des AOK-Gesundheitszentrums in Lörrach. „Schnee, Matsch und Glatteis auf Gehwegen und Straßen sind besonders für ältere Menschen gefährlich, da sie sich oft nicht mehr abfangen können. Zudem ist ihre Knochenstruktur weniger stabil. Bei Blitzeis ist aber jeder Fußgänger, ganz egal ob jung oder alt, gefährdet!“

Grundsätzlich gilt: Je älter die Person, desto höher die Gefahr, sich die Knochen zu brechen. Ab 50 steigen die Zahlen steil an. In jüngerem Alter sind mehr Männer betroffen, im fortgeschrittenen Alter dann deutlich mehr Frauen.

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