Mit Rucksack und E-Bike zum Hausbesuch

Vor kurzem übergab Otto Bauer, Leiter Arztpartnerservice der AOK Bezirksdirektion Neckar-Fils, einen wasserdichten Rucksack an die medizinische Fachangestellte Sina Selle, die für ihren Chef, den Allgemein- und Sportmediziner Dr. Knut Gruber aus Ostfildern, routinenhafte Hausbesuche mit einem VERAH-mobil E-Bike erledigt. Das ist möglich, weil Dr. Gruber sich an der Hauarztzentrierten Versorgung (HZV) beteiligt, die 2008 von der AOK Baden-Württemberg, dem Hausärzteverband und MEDI ins Leben gerufen wurde. Die Arbeit von Sina Selle ist ein wichtiger Baustein dieser alternativen Regelversorgung.

Datum: 02.12.2020 / Kategorie: AOK-Hausarztprogramm

Esslingen

Hinter dem Kürzel VERAH verbirgt sich eine Weiterbildung zur Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis, die Sina Selle mit Erfolg abgeschlossen hat. Seitdem freut sie sich jeden Morgen auf ihr E-Bike, das der Praxis zu günstigen Konditionen von der AOK zur Verfügung gestellt wurde – der Vertrag zur Hausarztzentrierten Versorgung macht es möglich.

 

„Ich schaffe mit dem Rad ohne den normalerweise üblichen Stress der Parkplatzsuche zwei bis drei Hausbesuche pro Tag“, sagt Sina Selle und ergänzt: „Ich bin schneller bei unseren Patientinnen und Patienten und tue zudem etwas für meine eigene Gesundheit.“ Der kleine Elektromotor des Rads ist dabei durchaus willkommen, erzählt sie lächelnd, immerhin gebe es durchaus die eine oder andere Steigung zu überwinden.

 

Für Sina Selle ist der jetzt von Otto Bauer überreichte wasserdichte Rucksack ideal geeignet, um beispielsweise Verbandsmaterial, Untersuchungshandschuhe oder ein Blutdruckmessgerät sicher transportieren zu können: „Ich habe immer alles Notwendige dabei, das jetzt vor Wind und Wetter besonders gut geschützt ist“, unterstreicht die 38-Jährige.

 

„Frau Selle trägt mit ihrer Arbeit dazu bei, die ambulante ärztliche Versorgung abzusichern, denn viele Patientinnen und Patienten können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ohne Weiteres in die Praxis kommen. Sie ist mein ,verlängerter Arm‘ und entlastet mich von Routineaufgaben, die dennoch sehr wichtig sind“, erläutert Dr. Knut Gruber.

 

Das sei insbesondere vor dem Hintergrund einer abnehmenden Zahl von Hausärzten wichtig, denn immer mehr Berufskolleginnen und -kollegen gingen in den Ruhestand, ohne dass Nachfolger bereitstünden. „Das E-Bike ist außerdem umweltfreundlich, ein Aspekt, dem mehr denn je besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte“, so Dr. Gruber.

 

„Im Landkreis Esslingen machen aktuell 365 Hausärztinnen und -ärzte bei unserem AOK-Hausarztprogramm mit, Tendenz steigend“, weiß Otto Bauer, Leiter Arztpartnerservice der AOK Bezirksdirektion Neckar-Fils. Für ihn liegen die Vorteile für die Ärzteschaft auf der Hand: ein Abbau von Bürokratie in der Praxis, stärkere Funktion des Arztes als Gesundheitslotse mit einhergehender Attraktivitäts-steigerung des Berufsstandes, eine leistungsgerechte Vergütung ohne Budgetierungen sowie Abstaffelungen und vieles mehr. „Natürlich profitieren auch Patientinnen und Patienten in besonderer Weise von einer Teilnahme an der Hausarztzentrierten Versorgung“, verspricht Otto Bauer: „Das Konzept stellt zum Beispiel eine strukturierte Versorgungskette vom Hausarzt über den Facharzt bis hin zur stationären Behandlung sicher. Hinzu kommen unter anderem eine schnellere Terminvergabe beim Facharzt bei zusätzlicher Teilnahme am Facharztprogramm und eine geringere Wahrscheinlichkeit von Fehlmedikationen.“

 

 

 

Bildunterschrift:

 

Otto Bauer (rechts), Leiter Arztpartnerservice der AOK Bezirksdirektion Neckar-Fils, übergibt den wasserdichten Rucksack an die medizinische Fachangestellte Sina Selle, die für ihren Chef, den Allgemein- und Sportmediziner Dr. Knut Gruber aus Ostfildern, Hausbesuche mit einem VERAH-mobil E-Bike erledigt.

 

Foto: AOK Neckar-Fils

 

 

 

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