Neuauflage: AOK unterstützt Kurs für pflegende Angehörige im Pflegeheim Markgräflerland

Wegen der großen Nachfrage im letzten Jahr haben der Landkreis Lörrach, die katholische Sozialstation St. Josefshaus und die AOK erneut einen Hauspflegekurs angeboten.

Datum: 28.03.2018 / Kategorie: AOK-Angebote und Leistungen

Weil am Rhein

Zusammen mit dem Eigenbetrieb Heime des Landkreises Lörrach und der Katholischen Sozialstation Josefshaus haben Experten mit Unterstützung der AOK Angehörigen von Pflegebedürftigen in den vergangenen Wochen an 10 Abenden die Grundlagen der Pflege in den eigenen vier Wänden vermittelt. Bereits im vergangenen Jahr war dieses Angebot auf rege Nachfrage gestoßen. Die Initiatoren hatten sich deshalb zu einer Neuauflage des Pflegekurses entschlossen.

 

„Die Betreuung eines pflegebedürftigen Menschen erfordert nicht nur spezielle Kenntnisse. Häufig müssen sich die Betroffenen auch erst einmal in ihrer völlig neuen Lebenssituation zurechtfinden“, beschreibt Marc Zimmermann, Leiter des AOK-KundenCenters in Weil, die Zielsetzung des Kursangebots bei der Abschlussveranstaltung im Pflegeheim Markgräflerland. Im Mittelpunkt des Pflegekurses standen praktische und theoretische Tipps sowie Anregungen zur Bewältigung der täglichen Pflege. „Wir wollen damit das Verständnis für die Pflege fördern und das soziale Engagement stärken“, begründet Zimmermann die Ziele der AOK bei der Unterstützung der Maßnahme.

 

„Bei der inhaltlichen Ausrichtung der Schulung haben wir großen Wert darauf gelegt, dass nicht nur die rein physische Seite der Pflege, sondern auch die psychischen Belastungen der Pflegenden Berücksichtigung finden“, erläutert Heimleiter Hans Kaufmann das Konzept der Schulung. „Die Teilnehmer wurden ermutigt, auch sich selbst und ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen.“ Wer die Pflege von Angehörigen übernehme, leiste dies meist zusätzlich zu anderen Aufgaben. Das führe zur Arbeitsüberlastung und dazu, die eigenen Bedürfnisse immer wieder zurückzustellen. „Hinzu kommen die pflegerischen Tätigkeiten. Das ist eben nicht nur körperlich anstrengend, sondern auch psychisch,“ ergänzt der Geschäftsführer der Kath. Sozialstation Josephshaus Erich Schwär.  Es sei extrem belastend, beispielsweise einen Elternteil zu pflegen, weil der Pflegende plötzlich in eine Führungsrolle rutsche. Hinzu komme, dass sich die Angehörigen durch Krankheit oder Alter verändern, sich anders verhalten, aggressiv oder übergriffig werden können.

 

Besonderen Dank zollten die Teilnehmer und Veranstalter den Dozenten, die mit hoher Fachkompetenz, Einfühlungsvermögen, didaktischem Geschick und persönlichem Engagement die Inhalte in sehr ansprechender Form vermittelten.

 

„Wir freuen uns, wenn die AOK als Pflegekasse bei den Schulungsteilnehmern einen Beitrag zur Sensibilisierung dafür leisten konnte“, zieht AOK-Pflegeexperte Zimmermann ein positives Fazit der Schulungsmaßnahme.

 

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