Plötzlich Homeoffice: Auch zuhause auf sich achten

Die momentane Situation mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus´verlangt uns allen vieles ab. In Baden-Württemberg sind seit dem 17. März alle Schulen und Kitas geschlossen und viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiten, wo möglich, von zu Hause aus. Schließlich schützt die Arbeit daheim vor Ansteckung und reduziert zugleich Ausfallrisiken für den Betrieb. Doch auch auf diese neue Situation in den eigenen vier Wänden muss man sich erst einstellen, so die AOK Stuttgart-Böblingen in einer Pressemitteilung

Datum: 20.03.2020 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Stuttgart, Kreis Böblingen

Zahlreiche Beschäftigte arbeiten derzeit als Vorsichtsmaßnahme von zuhause aus – viele davon das erste Mal. „Das ist natürlich zunächst eine große Umstellung“, sagt Alfred Bauser, Gesundheitsexperte bei der AOK Stuttgart-Böblingen, der selbst Homeoffice-Erfahrung hat. „Plötzlich sitzt man allein vor dem Laptop, statt Kollegen hat man jetzt gegebenenfalls sogar die Kinder um sich herum.“ Um wirklich konzentriert arbeiten zu können, sollte man soweit möglich einen abgesonderten Arbeitsplatz in der Wohnung einrichten, damit die Bereiche für Freizeit und Arbeit räumlich etwas abgegrenzt sind. Dann sollte man sich selbst Regeln geben. Also: Arbeitszeiten festlegen, Aufgabenpakete bestimmen und Zeitpläne erstellen. „Klar ist aber auch, dass gerade in der jetzigen Ausnahmesituation das eine oder andere vielleicht nicht auf Anhieb so gut klappt, wie man es sich vorstellt. Das nimmt man am besten mit einer gewissen Gelassenheit hin, statt sich über etwas aufzuregen, was man ohnehin nicht ändern kann“, so Bauser.

 

Der AOK-Gesundheitsexperte weist in diesem Zusammenhang auf eine repräsentative AOK-Befragung unter 2.001 Beschäftigten aus dem vergangenen Jahr hin. Demnach sind viele Befragte mit Homeoffice-Arbeitsplatz mit ihrer Arbeit zufriedener und sehen Vorteile darin. Laut der Studie klagten aber auch 70 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice über gelegentliche Wut und Verärgerung – gegenüber 59 Prozent der Befragten ohne Heimarbeitsplatz. Bei Nervosität und Reizbarkeit waren es im Homeoffice 68 Prozent im Vergleich zu 53 Prozent.

 

Alfred Bauser empfiehlt auf ein paar kleine Dinge zu achten. Beim digitalen Arbeiten von zuhause aus schleiche sich manchmal ein unbewusster Abkapselungseffekt ein. Man schreibe sich beispielsweise vermehrt E-Mails statt zu telefonieren. „Wenn man die Möglichkeit dazu hat, sollte man lieber mal mit den Kollegen sprechen, auch wenn es nur am Telefon ist. Das allein baut in schwierigen Situationen schon Stress ab.“ Sein zweiter Tipp: Bewusst Pausen machen. „Da man ja eh‘ schon daheim ist, achtet man darauf nicht so. Aber auch Homeoffice ist richtige Arbeit und sollte immer zu festgelegten Zeitpunkten unterbrochen werden.“ Aus der ungewohnten Situation einen Vorteil machen, lautet das Stichwort: „Warum nicht einfach ein Fitnessprogramm für zu Hause in den Tagesplan integrieren oder mal eine kleine Runde draußen drehen? Das macht den Kopf frei von der Arbeit und man kann seinen inneren Akku wieder aufladen. Aber bitte nicht in der Gruppe und mit entsprechendem Abstand zu anderen Personen.“

 

Info:

 

Übungen für zu Hause: Auch wenn das Fitnessstudio zu hat, es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich auch zu Hause fit zu halten. Zum Beispiel mit Functional Fitness, ganz ohne Geräte. Anleitungen unter:

 

www.aok.de/bw-gesundnah/fitness-und-sport/functional-fitness

 

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