Pollen fliegen immer früher

Heute schon genießt? Kann sein dass es Heuschnupfen ist. Über 17.000 AOK-Versicherte waren 2015 in der Region Neckar-Alb wegen Heuschnupfen in ärztlicher Behandlung. Die Zahl der Betroffenen ist in den vergangenen Jahren gestiegen.

Datum: 28.03.2017 / Kategorie: Gesundheitstipps

Balingen

Jeder vierte Erwachsene sowie 15% der Kinder im Schulalter leiden bundesweit an einer Pollenallergie. Die Auswertungen der AOK belegen, dass auch im Zollernalbkreis jedes Jahr mehr Menschen darunter leiden. 2011 waren im Zollernalbkreis 4394 Versicherte bei einem Arzt in Behandlung, 2015 waren es 5092 Menschen. Betrachtet man die Altersstruktur der Versicherten ist auffällig, dass bis zum 20. Lebensjahr das männliche Geschlecht häufiger betroffen ist, danach sind es die Frauen, die bei Heuschnupfen häufiger in ärztlicher Behandlung sind. In der Auswertung sind die Menschen, die den direkten Weg in die Apotheke wählen und sich mit Arzneimitteln eindecken, ohne einen Arzt aufzusuchen, nicht enthalten.

 

 

 

Allergischer Schnupfen kann sich durch häufiges Niesen, durch eine laufende Nase, aber auch durch eine verstopfte Nase bemerkbar machen. Bei starken Beschwerden fühlen sich viele zudem schlapp und müde. Geht der allergische Schnupfen auch mit einer Bindehautentzündung einher, tränen und jucken zudem die Augen und die Augenlider sind geschwollen Auch Juckreiz und asthmatische Beschwerden wie Husten, pfeifende Atmung und Kurzatmigkeit können auftreten. Eine konsequente Behandlung der Pollenallergie ist wichtig, da sich aus dem Heuschnupfen ein allergisches Asthma entwickeln kann.

 

 

 

AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein rät: „Wer gegen Pollen allergisch ist, kann an Tagen mit starkem Pollenflug beim Autofahren die Fenster geschlossen halten und vor dem Schlafengehen die Haare waschen. Studien haben zudem gezeigt, dass bei milden Beschwerden salzhaltige Nasensprays und Nasenspülungen Erleichterung schaffen. Sind die Beschwerden stärker, reichen diese Präparate nicht aus. Sie können jedoch auch zusätzlich zu den verordneten Medikamenten genutzt werden, wodurch deren Dosis manchmal verringert werden kann.“

 

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