Präventionsaktion „Püppchen“ zur Vorbeugung von Essstörungen in Villingendorf

Die Präventionsaktion „Püppchen“ im Landkreis Rottweil ist nun auch nach Villingendorf gekommen. An der Grund- und Werkrealschule wurde das Theaterstück zur Vorbeugung von Essstörungen aufgeführt. „Eine gesunde Haltung zur Ernährung und zum eigenen Körperbild ist ein wichtiges Thema beim Erwachsenwerden. Deswegen beteiligen wir uns mit Klassen der Werkrealschulstufe an dieser kreisweiten Aktion“, sagt Schulrektor Rainer Kropp-Kurta.

Datum: 19.10.2018 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Villingendorf

Neben der Aufführung des Theaterstücks gebe es auch eine Nachbesprechung mit den Darstellern in den beteiligten Klassen. Das sei wichtig, um das Gesehene zu verarbeiten und zu vertiefen. Das ist auch den beiden Schauspielerinnen Monika Wieder und Sarah Gros ein wichtiges Anliegen. „Wir wollen das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler stärken. Sie sollen ermutigt werden, mit Problemen aktiv umzugehen,“ so Monika Wieder.

 

 

 

Laut Ingo Marot, Leiter der Gesundheitsförderung bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, stößt die Präventionsaktion auf großes Interesse: „Nach jetziger Planung werden 35 Klassen der Klassenstufen fünf bis sieben im Landkreis an der Aktion teilnehmen. Es freut uns, dass wir hier gemeinsam eine breite Präventionsaktion auf die Beine stellen konnten.“

 

 

 

Über die große Resonanz freut sich auch das Rottweiler Gesundheitsamt. „Essstörungen sind schwere Erkrankungen, die vom sozialen Umfeld oft sehr spät erkannt werden“, erklärt Claudia Stahl, Mitarbeiterin der Präventionsabteilung im Gesundheitsamt. „Eine Bulimie etwa, also Ess-Brechsucht, sieht man den Betroffenen nicht sofort an.“ Sie löse aber ebenfalls wie die Magersucht schwerwiegende gesundheitliche Schäden aus, ganz abgesehen von den damit verbundenen seelischen Leiden. „Daher ist es ganz wichtig, dass wir Essstörungen bereits im Vorfeld entgegenwirken.“

 

 

 

Laut AOK sind rund 400 Personen aus dem Landkreis wegen einer Essstörung in ärztlicher oder psychologischer Behandlung. Hinzu komme noch eine hohe Dunkelziffer von Betroffenen, die noch keine professionelle Unterstützung erhalte.

 

 

 

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