Qualifizierte Pflegeberatung - AOK-Bezirksrat informiert sich

Sozialer Dienst der AOK lotst durch den Pflegedschungel - Der Bezirksrat der AOK Ostwürttemberg informierte sich über die qualifizierte Pflegeberatung bei der Gesundheitskasse.

Datum: 20.05.2015 / Kategorie: Gesundheitspolitik

Schwäbisch Gmünd, Aalen, Heidenheim

Pflege betrifft immer mehr Menschen – sei es als selbst Betroffener, sei es als Angehöriger. Informationen zur Pflege zu erhalten, ist relativ einfach. Doch sind die Krankenkassen immer häufiger mit Menschen konfrontiert, die überfordert sind, ihren Alltag zu bewältigen, die Familie wegen eines Pflegefalles droht, auseinanderzubrechen. Diese Menschen brauchen Unterstützung damit sie ihr Leben in der Pflege organisieren können. Dafür gibt es die gesetzlich vorgeschriebene qualifizierte Pflegeberatung. Der Bezirksrat der AOK Ostwürttemberg, der mit jeweils 13 Arbeitgeber- und Versichertenvertretern aus der Region besetzt ist, informierte sich bei seiner Frühjahrssitzung, wie die Gesundheitskasse die von Pflege Betroffenen und deren Angehörige damit professionell unterstützt.

Roland Hamm, Vorsitzender des Bezirksrats der AOK Ostwürttemberg und 1. Bevollmächtigter der IG Metall Aalen und Schwäbisch Gmünd, erachtet es als sehr wichtig, das Thema Pflege stärker in die Öffentlichkeit zu bringen. „Es ist nachvollziehbar, dass sich die Menschen erst mit der Pflege erst beschäftigen, wenn es akut wird, sei es bei einem selbst oder bei einem nahen Angehörigen“, sagt Roland Hamm. „Dann braucht es Ansprechpartner in Ostwürttemberg, die die Betroffene sicher lotsen und gut beraten“.

Die AOK Ostwürttemberg hat dafür vier Mitarbeiterinnen des Sozialen Dienste zu qualifizierten Pflegeberaterinnen ausgebildet. „Das ist auch nötig, denn die Zahl der Beratungen steigt stark an. Letzes Jahr standen mehr als 120 qualifizierte Pflegeberatungen im Kalender des Sozialen Dienstes. Dieses Jahr werden es wohl mehr als 150 sein“, sagt Josef Bühler, Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg.

Silke Kühner, Leiterin des Sozialen Dienstes bei der Gesundheitskasse erklärte dem Bezirksrat, dass jeder pflegeversicherter Mensch Rechtsanspruch auf eine individuelle Beratung und Hilfestellung hat. Das sei im Sozialgesetzbuch XI geregelt. „Es muss das Ziel sein, den Betroffenen nach einer qualifizierten Beratung in einem gut funktionierenden Betreuungsnetz versorgt zu wissen“, sagt Silke Kühner. „Wir leisten mehr als der Gesetzgeber den Krankenkassen vorschreibt“, ergänzt Josef Bühler.

„Es ist wichtig, sich ein Gesamtbild zu machen, daher setzen wir auf ein ausführliches Gespräch mit Pflegebedürftigem und den Angehörigen, um den Bedarf der Hilfe festzuhalten“, sagt Silke Kühner. „In der Regel erfolgt die Beratung bei den Betroffenen zuhause. Das sorgt für Klarheit, in welcher Situation sich die zu Pflegenden befinden und wo Unterstützung dringend notwendig wird.“

Die Organisation des Alltags, um die Belastungen für das Umfeld des Betroffenen gering zu halten, sind genauso Bestandteil einer qualifizierten Pflegberatung wie auch das Beleuchten der wirtschaftlichen Situation, ob das vorhandene Geld – etwa Rente und Pflegegeld – reichen, um die anfallenden Pflegekosten zu decken.

„Die Pflegeversicherung ist eine Teilkasko und es muss zusätzlich aus eigener Tasche finanziert werden“, sagt Kühner. „Doch durch unsere qualifizierte Pflegeberatung können viele Fallstricke im Vorfeld vermieden werden.“

Jörn P. Makko, alternierender Vorsitzender des Bezirksrates der AOK Ostwürttemberg und Geschäftsführer von Südwestmetall Bezirksgruppe Ostwürttemberg sieht in der qualifizierten Pflegeberatung durch die AOK eine wichtiges Angebot für die Arbeitnehmer. „Auch die Arbeitgeber profitieren indirekt davon, denn diese investierte Qualität bei der Pflegeberatung kann Ausfallzeiten von pflegenden Angehörigen reduzieren.“

Roland Hamm, Vorsitzender des Bezirksrats der AOK Ostwürttemberg, bedankte sich für die Information zur qualifizierten Pflegeberatung und begrüßte es, dass die AOK Ostwürttemberg früh dieses wichtige gesellschaftliche Thema angeht. „Die Gesellschaft wird immer älter, je früher die Beratung- und Betreuungsstrukturen aufgebaut werden, um so besser für die Menschen in Ostwürttemberg.“

Über den Bezirksrat der AOK Ostwürttemberg

Das paritätisch aus jeweils 13 Arbeitgeber- und Versichertenvertretern zusammengesetzte Organ der Selbstverwaltung unterstützt die Geschäftsführung der AOK Ostwürttemberg in gesundheitspolitischen Fragen. Die ehrenamtlichen Vorsitzenden des Bezirksrates sind im jährlichen Wechsel Roland Hamm, 1. Bevollmächtigter der IG Metall im Ostalbkreis (Versichertenvertreter) und Jörn P. Makko, Geschäftsführer Südwestmetall Bezirksgruppe Ostwürttemberg (Arbeitgebervertreter).

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