Region Calw - Schlafstörungen nehmen zu

Morgens fit und ausgeschlafen zu sein, ist nicht jedem vergönnt. Zu diesem Ergebnis kam auch eine Auswertung der AOK Baden-Württemberg, die einen landesweiten Anstieg an Versicherten verzeichnet, die sich wegen Schlafstörungen in ärztlicher Behandlung befanden. In der Region Calw hat sich die Anzahl der Betroffenen von 2.201 im Jahr 2015 auf 2.693 Betroffene im Jahr 2019 erhöht.

Datum: 02.03.2021 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Calw

Wer Schlafstörungen hat, findet keinen erholsamen Schlaf und fühlt sich deshalb tagsüber müde und abgeschlagen. Im Kindes- und Jugendalter sind sie kaum vorhanden, nehmen aber mit fortschreitendem Alter kontinuierlich zu und erreichen im Rentenalter ein Plateau. „Dabei ist es für gesunde Menschen in keinem Alter normal, regelmäßig Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen zu haben“, sagt Simone Mühling, eine von drei Schlafmentoren der AOK Nordschwarzwald. Gründe für den Anstieg von Schlafstörungen können Termin- und Leistungsdruck, Schichtarbeit oder psychische Belastungen im Arbeitsumfeld sein, aber auch zu viel abendliche TV- und Computer-Nutzung sowie die Gewohnheit, auf mehreren Kanälen erreichbar zu sein.

 

Während des Schlafens regeneriert der Körper, verarbeitet das Gehirn Informationen und das Immunsystem schüttet vermehrt Abwehrzellen aus. Deshalb zählt gesunder Schlaf neben einer ausgewogenen Ernährung und sportlicher Aktivität zu den Grundlagen für einen fitten Körper und Geist. „Vor allem chronische Schlafstörungen können das Befinden und die Leistungsfähigkeit stark einschränken, die soziale Kompetenz beeinträchtigen und zu Unfällen führen. Deshalb sollte bei anhaltenden Schlafstörungen ein Arzt aufgesucht werden“, rät Simone Mühling.

 

Es gibt viele Mittel und Maßnahmen, die ausprobiert werden können, um wieder besser zu schlafen. Dazu gehören Entspannungstechniken oder eine Veränderung der Schlafgewohnheiten. Helfen können auch Maßnahmen zur Verbesserung der Schlafhygiene, wie zum Beispiel das Vermeiden von schweren Mahlzeiten, Alkohol und Kaffee vor dem Schlafengehen sowie der Verzicht auf Fernsehen im Bett. Zudem sollte das Schlafzimmer dunkel, kühl und frisch gelüftet sein. „Am besten erst dann ins Bett gehen, wenn man müde ist. Wer nachts längere Zeit wach liegt, sollte aufstehen und sich mit einer ruhigen Tätigkeit beschäftigen, bis er wieder müde wird“, weiß die Schlafmentorin. Schlafmentoren der AOK Nordschwarzwald können von Unternehmen für Maßnahmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung gebucht werden.

 

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