Reizende Zeiten – wenn die Pollen fliegen - Allergiesaison hat begonnen – Anstieg im Schwarzwald-Baar-Kreis

Gereizte Augen, eine laufende Nase, Niesattacken, das können Anzeichen für eine Allergie sein. Die ersten Pollen, die sogenannten Frühblüher fliegen schon seit Januar Februar und lösen bei vielen Menschen einen Heuschnupfen oder allergischen Schnupfen aus.

Datum: 21.04.2017 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Schwarzwald-Baar-Kreis

Dieser kann sich durch häufiges Niesen, durch eine laufende Nase, aber auch durch eine verstopfte Nase bemerkbar machen. Bei starken Beschwerden fühlen sich viele zudem schlapp und müde. Geht der allergische Schnupfen auch mit einer Bindehautentzündung einher, tränen und jucken zudem die Augen und die Augenlider sind geschwollen. Auch Juckreiz und asthmatische Beschwerden wie Husten, pfeifende Atmung und Kurzatmigkeit können auftreten. Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg hat dazu die aktuellsten verfügbaren Daten ausgewertet. Datengrundlage sind über 247.000 Versicherte, was rund der Hälfte der Bevölkerung in der Region entspricht. „Im Schwarzwald-Baar-Kreis wurden 2015 über 4.000 Versicherte wegen Heuschnupfen ärztlich behandelt“, sagt Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Dies entspricht rund 5 Prozent aller Versicherten im Schwarzwald-Baar-Kreis.“ Die Anzahl der Menschen mit der Diagnose Heuschnupfen steigt im Schwarzwald-Baar-Kreis seit 2011 durchschnittlich um rund 3 Prozent jährlich.

 

 

 

„Noch stärker als Heuschnupfen nimmt im Schwarzwald-Baar-Kreis allergisches Asthma zu“, sagt AOK-Geschäftsführer Herrmann. Rund 2.000 AOK-Versicherte waren im Jahr 2015 deswegen in ärztlicher Behandlung. Seit 2011 hat die Zahl der Betroffenen im Durchschnitt um rund 6 Prozent jährlich zugenommen.

 

„Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems“, erklärt die AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein. „Wer gegen Pollen allergisch ist, kann an Tagen mit starkem Pollenflug beim Autofahren die Fenster geschlossen halten und vor dem Schlafengehen die Haare waschen. Studien haben zudem gezeigt, dass bei milden Beschwerden salzhaltige Nasensprays und Nasenspülungen Erleichterung schaffen. Sind die Beschwerden stärker, reichen diese Präparate jedoch nicht aus. Sie können jedoch auch zusätzlich zu den verordneten Medikamenten genutzt werden, wodurch deren Dosis manchmal verringert werden kann.“ Dabei helfe oft ein Blick in den Pollenflugkalender.

 

„Bei Kindern bleiben Allergien oft zu lange unerkannt. Je früher man aber die richtige Diagnose stellt und eine Behandlung einleitet, desto besser lassen sich viele Allergien beeinflussen“, sagt Medizinerin Knapstein. „Bei kleinen Kindern sollte man daher bei entsprechenden Symptomen frühzeitig den Haus- oder Kinderarzt aufsuchen.“ Vor allem Mädchen und Jungen, die auf bestimmte Pollen oder auf Hausstaubmilben mit allergischem Schnupfen reagieren, sind mit Blick auf Asthma besonders gefährdet. Mehr als jedes dritte Kind mit Heuschnupfen entwickelt im Laufe der Zeit allergisches Asthma.

 

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