Sindelfingen: Kinderaugen brauchen Entspannung

Kinder sind heute häufiger kurzsichtig. Im Landkreis Böblingen nach AOK-Statistik über 3.869 Kinder betroffen. – Empfehlungen für Kinder im digitalen Homeschooling.

Datum: 20.01.2021 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Sindelfingen

Jedes fünfte bei der AOK versicherte Kind unter 14 Jahren litt 2019 an einer Sehstörung, insgesamt waren es 3.869 junge Betroffene im Landkreis Böblingen. „Dabei beobachten wir steigende Zahlen“, erläutert Dr. Elisabeth Schöndorf, Sprecherin der AOK Stuttgart-Böblingen. „2015 waren 3.024 Kinder wegen Fehlsichtigkeit in ärztlicher Behandlung, ein Jahr später 3.143, 2017 verzeichneten wir 3.473

 

Behandlungsfälle und 2018 waren es 3.744“.Die sogenannte Schulkurzsichtigkeit, auch Schulmyopie genannt, entwickelt sich etwa ab dem sechsten Lebensjahr. „Schüler schauen häufiger in die Nähe – in Hefte und Bücher, aber auch auf Bildschirme und Displays. Das regt den Augapfel an zu wachsen – Kurzsichtigkeit ist die Folge. Außerdem halten sich die Kinder und Heranwachsenden viel weniger an der frischen Luft auf als in der Kita-Zeit – ebenfalls ein begünstigender Faktor für das Entstehen von Kurzsichtigkeit“, so Dr. Hans-Peter Zipp, Kinder- und Jugendarzt bei der AOK Baden-Württemberg.

 

Eltern sollten regelmäßig den Sehsinn ihrer Kleinen beobachten. Anzeichen, die darauf hindeuten, dass ein Kind fehlsichtig ist, sind Klagen über Kopfschmerzen, Augenbrennen, vermehrtes Zwinkern oder Blendempfindlichkeit. Auch wenn das Kind "mit der Nase" liest, liegt der Verdacht nahe, dass eine Fehlsichtigkeit der Grund ist. Laut AOK sei es im derzeitigen Lockdown mit digitalem Homeschooling gut, vor dem Monitor oder Display für optimale Bedingungen zu sorgen. „Einfach auf einen Leseabstand von rund 40 cm achten, das entspricht etwa einer Unterarmlänge. Auch ein sauberer Monitor schafft Erleichterung für die Kinderaugen – und gerade in der dunklen Jahreszeit lohnt es darauf zu achten, dass das Zimmer, in dem die Kinder vor dem Bildschirm sitzen, auch gut beleuchtet ist, sie also nicht im Dunkeln vor dem Bildschirm arbeiten. „Das Wichtigste ist aber, immer wieder Bildschirmpausen einzulegen, am besten im Freien“, so Schöndorf. „Alltagsabläufe haben Auswirkungen auf die Sehkraft: Wer täglich zwei Stunden draußen spielt, senkt das Risiko, dass eine Kurzsichtigkeit entsteht oder sich stark ausprägt“, so die Sprecherin der AOK Stuttgart-Böblingen.

 

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