Sommer, Sonne, Sonnencreme – AOK: jährlich rund 60 Neuerkrankungen an Hautkrebs im Schwarzwald-Baar-Kreis

Der Landkreis ächzt unter den hohen Temperaturen. Viele Menschen zieht es daher zum Beispiel ins Freibad, wo es sich gut aushalten lässt. Zuviel Sonne hat aber auch ihre Schattenseiten.

Datum: 05.08.2018 / Kategorie: Gesundheitstipps

Landkreis Schwarzwald-Baar

Denn rund 60 Versicherte erkranken im Schwarzwald-Baar-Kreis jedes Jahr neu an Hautkrebs, teilt die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg mit, bei der gut die Hälfte der Bevölkerung krankenversichert ist. Viel Sonne ist der bedeutendste Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs, erklärt Dr. Gudula Kirtschig, Hautärztin bei der AOK Baden-Württemberg: „Hautkrebs ist oft die Folge von zu intensiver UV-Strahlung, die Erkrankung selbst zeigt sich jedoch häufig erst viele Jahre später.“ Das schlägt sich auch in der AOK-Auswertung nieder: die Zahl der neu entdeckten Hautkrebserkrankungen steigt mit dem Alter. So sei die Erkrankungsrate in der Altersgruppe der 60- bis 65-Jährigen etwa doppelt so hoch wie bei den 35- bis 39-Jährigen. Bis zum Alter von 64 Jahren seien Frauen etwas häufiger betroffen, in späteren Lebensjahren werde bei Männern dagegen deutlich öfter ein Hautkrebs entdeckt als bei Frauen.

 

Jeder kann sich selbst gegen Hautkrebs schützen, so die AOK-Dermatologin: „Es sollte Sonnencreme mit mindestens Faktor 30 verwendet werden, der gegen UVA- und UVB-Strahlung schützt. Empfehlenswert ist es, sich bereits 30 Minuten vorher eincremen, bevor man in die Sonne geht. Besser als Sonnenschutzcreme sind jedoch der Aufenthalt im Schatten und das Tragen von Kleidung, die vor UV-Strahlen schützt, wenn man sich längere Zeit in der Sonne aufhalten möchte.“

 

Hautkrebs sicher erkennen kann nur der Arzt, weil sich die Hautkrebsarten ganz unterschiedlich bemerkbar machen. Denn Hautkrebs ist nicht gleich Hautkrebs, sagt Dr. Gudula Kirtschig: „Viele denken bei Hautkrebs automatisch an den schwarzen Hautkrebs, das bösartige Melanom. Die Bezeichnung schwarzer Hautkrebs hat er, weil er häufig einem dunklen Muttermal oder Leberfleck ähnelt. Er ist längst nicht so häufig wie der sogenannte weiße Hautkrebs, aber manche Melanome können besonders gefährlich werden.“ Beim häufigeren weißen Hautkrebs sei es ebenfalls schwer, zwischen einem Hauttumor und gewöhnlichen Hautflecken zu unterscheiden.

 

Die AOK empfiehlt regelmäßig zur Hautkrebsvorsorge zu gehen. Diese wird von dafür qualifizierten Hausärzten oder Dermatologen durchgeführt. Gesetzlich Versicherte haben ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung, im AOK-HausarztProgramm bereits ab 20 Jahren.

 

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