Sommerkrankheiten: Bei Hitze auf die Gesundheit achten

Sommer, Sonnenschein und warme Temperaturen – nichts wie raus und die Zeit genießen. Doch aufgepasst: Für die Gesundheit ist es wichtig, bei Hitze genügend zu trinken und sich im Schatten aufzuhalten, rät die AOK Neckar-Fils. 264 AOK-Versicherte aus dem Kreis Esslingen mussten im Sommer 2018 wegen eines Sonnenbrands, Hitzschlags, Sonnenstichs oder Hitzeermüdung einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen (2017: 288; 2016: 212; Hitzesommer 2015: 304). Männer scheinen bei Sonne und Hitze etwas nachlässiger zu sein. „Das bestätigen tendenziell unsere Zahlen. Von den 224 Betroffenen im Jahr 2018 waren es 173 Männer und 91 Frauen“, sagt Jörg Portius, Pressesprecher bei der AOK Neckar-Fils. Die Altersgruppe der 20 bis 24- Jährigen trifft es am häufigsten.

Datum: 17.07.2020 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Esslingen

„Bei aller nötigen Vorsicht gilt es, für sich selbst das richtige Maß zu finden, um Sommer und Sonnenschein entspannt zu genießen, ohne den notwendigen Schutz vor zu viel UV-Strahlung und zu großer Hitze zu vergessen“, sagt Dr. Gudula Kirtschig, Hautärztin bei der AOK Baden-Württemberg. „Sonnencreme oder -spray können Sonnenbrand verhindern, wenn man beachtet, wie lange sie wirken“, ergänzt sie. Längere und direkte Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf kann zudem zu einem Sonnenstich führen. „Sonnenstich-Symptome können erst recht spät auftreten und werden nicht immer sofort erkannt. Erste Anzeichen werden meist nur als harmlose Kopfschmerzen oder leichter Schwindel angesehen, da die Beschwerden auch erst auftreten können, wenn der Betroffene schon längst keiner direkten Sonneneinstrahlung mehr ausgesetzt ist“, so Dr. Kirtschig.

 

Als Erste-Hilfe-Maßnahme beim Sonnenstich sollte der Betroffene aus der direkten Sonne geholt, an einen kühlen Ort gebracht werden und sein Oberkörper erhöht gelagert und sein Kopf mit nassen Tüchern gekühlt werden. Ebenfalls wichtig ist die wiederholte Kontrolle der Atmung und des Pulses. Ist der Betroffene bei Bewusstsein, sollte man ihm zu trinken geben. Im akuten Fall sollte der Notruf 112 gewählt werden.

 

Bei Hitze ist es wichtig, die tägliche Trinkmenge von rund eineinhalb bis zwei Litern zu erhöhen. „Bei Gesunden kann dies auch mehr als ein zusätzlicher Liter sein. Patienten mit Herzschwäche und bestimmten Nierenerkrankungen sollten mit ihrem Arzt die tägliche Trinkmenge besprechen“, so Dr. Kirtschig.  Weil bei älteren Menschen oft das Durstgefühl verloren geht, haben sie schon unter normalen Umständen kaum eigenen Antrieb zu trinken. Bei Hitze wird das Problem verschärft. Kranke Menschen sind bei Hitze ebenfalls besonders gefährdet, da bestimmte Medikamente entwässernd wirken. Auch der Alkoholkonsum sollte eingeschränkt werden, da er bei Jung und Alt zu vermehrtem Flüssigkeitsverlusten führt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Petra Schneppe

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