Sommerkrankheiten: Hitzeschlag, Sonnenstich und Co. vorbeugen

Baden-Württemberg startet in die Sommerferien. Endlich Zeit, ausgiebig das Wetter an der frischen Luft zu genießen. Doch Vorsicht: 2018 begaben sich in der Region Mittlerer Oberrhein 406 betroffene AOK-Versicherte wegen Sommerkrankheiten in Behandlung.

Datum: 31.07.2020 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Karlsruhe

Baden-Württemberg startet in die Sommerferien. Endlich Zeit, ausgiebig das Wetter an der frischen Luft zu genießen. Doch Vorsicht: 2018 begaben sich in der Region Mittlerer Oberrhein 406 betroffene AOK-Versicherte wegen Sommerkrankheiten in Behandlung. 

 

Zu solchen Sommerkrankheiten zählen beispielsweise Sonnenstich, Hitzeschlag, Hitzeermüdung oder Sonnenbrand. Laut dem Statistischem Landesamt gab es im Sommer 2019 in Baden-Württemberg knapp 1.500 Hitzetote, wobei die Dunkelziffer weitaus höher vermutet wird. „Die Häufigkeiten von Schäden durch Hitze folgen keinem einheitlichen Trend, sondern sind viel mehr bedingt durch die Wetterverhältnisse im Sommer der jeweiligen Jahre“, erklärt Harald Röcker, Geschäftsführer der AOK Mittlerer Oberrhein.

 

Männliche Versicherte öfter in Behandlung

 

Männer sind besonders häufig betroffen: von den 406 AOK-Versicherten der Region Mittlerer Oberrhein, die sich aufgrund von Hitzekrankheiten in Behandlung gaben, waren 245 männlich und nur 161 weiblich. „Die hohe Fallzahl bei Männern ist vermutlich auf deren höheren Anteil an im Freien schwer körperlich Arbeitenden zurückzuführen“, so Harald Röcker.

 

Hitzeschäden vermeiden

 

Andrea Kistner-Speck, Ernährungsberaterin der AOK Mittlerer Oberrhein, rät dazu, bei Hitze die tägliche Trinkmenge von rund 1,5 – 2 Litern auf einen weiteren zusätzlichen Liter zu erhöhen. Ältere Menschen leiden häufig unter einem verminderten Durstgefühl. Umgekehrt ist das Durstgefühl bei Kindern noch nicht vollständig ausgeprägt. „Das ist insbesondere bei Hitzewellen eine nicht zu unterschätzende Gefahr: Verliert der Körper mehr als zehn Prozent seines Wassers, droht der Kreislauf zu versagen“, warnt die Ernährungsberaterin. Auch kranke Menschen sind bei Hitze besonders gefährdet, da bestimmte Medikamente entwässernd wirken. Kistner-Speck mahnt: „Den Alkoholkonsum unbedingt einschränken, da er – bei Jung und Alt – zu vermehrtem Flüssigkeitsverlusten führt.“

 

Zusätzlich gilt Vorsicht vor direkter Sonneneinstrahlung. Vermeiden Sie längere Aufenthalte in der Sonne und körperliche Anstrengungen. Sie sollten im Freien deshalb möglichst immer einen Sonnenhut, am besten mit Nackenschutz, tragen, rät die AOK Mittlerer Oberrhein. Bei Ausflügen oder anderen Aktivitäten im Freien immer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und lichtdichte Kleidung tragen, die den Schweiß aufnehmen kann und wärmedurchlässig ist. Kleinkinder und Senioren sollten die direkte Sonne meiden.

 

Bei Hitzenotfällen richtig handeln

 

Als Erste-Hilfe-Maßnahme beim Sonnenstich sollte der Betroffene aus der direkten Sonne geholt, an einen kühlen Ort gebracht werden und sein Oberkörper erhöht gelagert und sein Kopf mit nassen Tüchern gekühlt werden. Ebenfalls wichtig ist die wiederholte Kontrolle der Atmung und des Pulses. Ist der Betroffene bei Bewusstsein, sollte man ihm zu trinken geben. Im akuten Fall sollte der Notruf 112 gewählt werden.

 

Fotonachweis: AOK-Mediendienst

 

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