Sommertour – Josha Frey, MdL, besucht AOK zum gesundheitspolitischen Dialog

Lörrach, 5. August – Auf seiner Sommertour besuchte Josha Frey, Suchtpolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, die bei-den AOK-Geschäftsführer Uwe Schreiber und Uwe Daltoe zum gesundheitspolitischen Dialog. Im Mittelpunkt standen dabei die Hausarztzentrierte Versorgung sowie das Für und Wider bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Flüchtlinge.

Datum: 05.08.2016 / Kategorie: Gesundheitspolitik

Lörrach

Dass sich die grün-schwarze Landesregierung nicht auf die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte verständigen konnte, bedauert der Landtagsabgeordnete: „Das ist meine ganz persönliche Auffassung. Ich glaube, dass die eGK die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen professionalisiert und die lokalen Verwaltungen entlasten würde. Ich hoffe deshalb, dass in diese Thematik noch Bewegung kommt.“ Die AOK Baden-Württemberg habe zur eGK bereits zu Jahresanfang ein Konzept entwickelt und der Landesregierung vorgelegt. „Wir sind weiterhin bereit“, unterstrich der AOK-Chef.

Ausdrücklich dankte der grüne Landtagsabgeordnete Josha Frey der AOK für Ihre Unterstützung des Suchtpräventionszentrums Villa Schöpflin in Lörrach, da Alkohol immer noch die Volksdroge ist, die am meisten Kosten im Gesundheitswesen verursacht. „Die Mittel der AOK sind im Präventionsbereich gut investiert“, ist sich das Mitglied des Sozialausschusses, Josha Frey, sicher.

Hausarztzentrierte Versorgung – mehr Qualität, weniger Kosten

Für die AOK-Geschäftsführung bekommt auch ein weiteres Thema zu wenig Beachtung in der Gesundheitspolitik der neuen Landesregierung – die Hausarztzentrierten Versorgung (HZV). Seit 2008 läuft dieses in Baden-Württemberg voll funktionsfähige alternative Versorgungsmodell. 1,4 Millionen Versicherte nehmen daran teil sowie 4.000 Haus- und Kinderärzte. „Wir glauben, dass die im Hausarztvertrag festgelegten attraktiven Leistungen ein gutes Argument für eine hausärztliche Niederlassung im ländlichen Raum sind“, beschrieb AOK-Geschäftsführer Uwe Schreiber die Vorteile. Mit im HZV-Maßnahmenpaket sei auch die Fortbildung von Arzthelferinnen zur Versorgungsassistentin für Hausärzte (VERAH). „Die VERAH entlastet den Hausarzt durch Hausbesuche mit einfachen ärztlichen Leistungen vor Ort“, erläutert Uwe Daltoe das Konzept. „Dadurch kann sich der Hausarzt auf seine wesentlicheren Aufgaben konzentrieren und insgesamt auch einen größeren Patientenstamm versorgen.“

Dass die Hausarztzentrierte Versorgung nicht nur strukturelle Verbesserungen mit sich bringt, zeige eine aktuelle wissenschaftliche Evaluation. „Auch die teilnehmenden Versicherten profitieren – insbesondere, wenn es sich um chronisch kranke Menschen handelt“, führte Uwe Schreiber weiter aus. So seien bei Diabetikern im Zeitraum von 2008 bis 2012 mehr als 1.700 schwerwiegende Komplikationen wie Amputation, Erblindung, Schlaganfall, Herzinfarkt oder Dialysepflicht weniger aufgetreten. Insgesamt führe die HZV zu einer besseren Versorgungsqualität bei gleichzeitig niedrigeren Versorgungskosten.

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