Starker Anstieg bei Atemwegserkrankungen - Krankenstand übersteigt Vorjahreswert

AOK legt aktuelle Zahlen für die Region Nordschwarzwald vor / große saisonale Unterschiede.

Datum: 18.03.2016 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Calw

Der Krankenstand der AOK-Versicherten in der Region Nordschwarzwald ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen: Von 5,2 Prozent in 2014 auf 5,3 Prozent in 2015. Erheblichen Anteil an dieser Entwicklung hatte die Grippewelle in den ersten drei Monaten. Im Landkreis Calw stiegen die Fehlzeiten von 4,9 Prozent in 2014 auf 5,1 in 2015. Insgesamt meldeten sich 58 Prozent aller Beschäftigten im abgelaufenen Jahr mindestens einmal krank, 2014 waren es noch 56 Prozent.

Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag in der Region 2015 bei 11,3 Kalendertagen. Auf 100 AOK-Versicherte im Landkreis Calw kamen im Vorjahr 165 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen. Die Zahl der Krankschreibungen überschritt den Wert von 2014 damit um 8 Prozent. Ein wesentlicher Grund für diesen Anstieg war die Grippewelle von Januar bis März, die statistisch deutliche Spuren hinterlassen hat. Wie gravierend diese Monate zu Buche schlugen zeigt sich an den Zahlen für die Region. Zwischen Januar und März 2015 verzeichnete die AOK hier vier Mal so viele Krankmeldungen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Wenig überraschend ist, dass die Anzahl der Atemwegserkrankungen mit einem Indexwert von 25,2 im Land und mit 25,7 Prozent im Landkreis Calw weit vorne platziert war, gefolgt von den Gruppen Muskel/Skelett mit 14,9 Verdauung von 8,6 und Verletzungen mit 7,2. Bezogen auf die Erkrankungsdauer blieb die Reihenfolge unverändert. 20,4 Prozent der Diagnosen entfielen auf die Krankheitsart Muskel/Skelett, 13,7 Prozent auf Atemwege, 10,3 Prozent auf Verletzungen und 10,1 Prozent auf psychische Beschwerden

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