Stuttgart: Gefahr durch Zecken

Es ist die Zeit der Zeckenstiche. Dadurch können die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose übertragen werden. Von März bis Oktober ist die Ansteckungsgefahr am größten. Ärzte informieren zu Borreliose und Fibromyalgie am 2. Juli in der Schwabenlandhalle in Fellbach.

Datum: 26.06.2017 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Stuttgart

Zecken lauern in Wald, Wiesen, Garten und Gebüsch. Die von ihnen übertragenen Krankheiten können gefährlich werden. Nach milden Wintern sind die Zecken-Populationen immer besonders groß. Die Gefahr, nach einem Zeckenstich zu erkranken, ist nicht zu unterschätzen: Etwa jede zehnte Zecke trägt das FSME-Virus in sich. „Die gute Nachricht ist: Gegen FSME kann man sich impfen lassen“, betont Christian Kratzke, Geschäftsführer der AOK Stuttgart-Böblingen. Er rät zur FSME-Impfung und vor allem zur Überprüfung des Schutzes, der regelmäßig aufgefrischt werden muss. „Die Impfung wird in Risikogebieten wie dem unserem dringend empfohlen und von uns übernommen.“ Die Impfquote im Stadtkreis Stuttgart und Landkreis Böblingen liegt laut AOK-Statistik mit 21,9 Prozent etwas über dem Baden-Württemberg-Schnitt (21,6 Prozent).

 

Keinen Impfstoff hingegen gibt es bei der Borreliose. Auch wenn nicht jeder Zeckenstich eine Infektion bedeutet, ist Vorsicht geboten. Die AOK Stuttgart-Böblingen zählte 2015 582 Borreliose-Erkrankungen, davon 306 in Stuttgart. 2014 waren es hier noch 298 Behandlungsfälle. Allerdings: Die tatsächliche Zahl von Erkrankungen dürfte wesentlich höher liegen; Mediziner gehen gerade im Fall der Borreliose wegen der diffusen Symptome von einer hohen Dunkelziffer aus.

 

„Der beste Schutz ist immer, Zeckenstiche zu vermeiden“, weiß Kratzke. Die richtige Kleidung wie geschlossene Schuhe, Strümpfe und Kopfbedeckung sowie ein regelmäßiges Absuchen des Körpers seien essenziell, wenn man viel draußen ist. Helle Kleidung macht die winzigen Zecken sichtbarer. Übrigens: Beim Auftragen von Insektenschutzmitteln, die einige Stunden Schutz bieten können, sollten die Haaransätze nicht vergessen werden. Gerne saugen sich Zecken an warmen, dünnen Hautpartien wie Armbeuge, Kniekehlen, Hals- und Nackenbereich sowie Leiste fest. Je schneller eine Zecke mit einer speziellen Pinzette oder Karte entfernt wird, desto geringer das Risiko, dass Erreger in den Körper gelangen. „Bildet sich um den Einstich ein roter Rand, deutet dies auf eine Borreliose-Infektion hin. Betroffene sollten dann sofort zum Arzt gehen“, rät der AOK-Chef.

 

Ute Fischer, Vorsitzende der Patientenorganisation Borreliose und FSME Bund Deutschland e.V. lädt zum Patiententag „Borreliose und Fibromyalgie“ am 2. Juli in die Schwabenlandhalle nach Fellbach ein. Vorträge von Ärzten und viele Informationen zu den Erkrankungen gibt es für die Besucher – auch zum Borreliose-Labortest. „Ein positiver Antikörper-Test beweist keine Borreliose, ein negativer schließt sie nicht aus. Entscheidend sind die Symptome“, warnt Ute Fischer.

 

Veranstaltung:

 

Patiententag „Borreliose und Fibromyalgie“

 

Sonntag, 2. Juli 2017

 

In der Schwabenlandhalle

 

Tainer Str. 7

 

70734 Fellbach

 

Von 10 bis 17 Uhr – Eintritt frei!

 

www.borreliose-bund.de

 

 

 

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