Stuttgart: Sauer auf zu viel Süßes

Spätestens an Ostern heißt es wieder Vorsicht: Zuckeralarm. Selbst Lebensmittel mit gesundem Image sind häufig sehr süß. Dazu gehören auch Müsli, Joghurt oder Smoothies. Denn rund 80 Prozent aller Lebensmittel enthalten zusätzlichen Zucker.

Datum: 28.03.2018 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Stuttgart

 

 

Verarbeitete Lebensmittel enthalten häufig Zucker als preiswerten, geschmacksverstärkenden Zusatz. Allerdings haben es Verbraucher oft schwer, das zu erkennen. Zuckerangaben auf Verpackungen sind häufig irreführend oder fehlen ganz. „Das ist problematisch, denn den meisten Zucker nehmen wir über fertige Lebensmittel zu uns. Zucker steckt nämlich nicht nur in Süßigkeiten oder Cola, sondern auch in salzigen, pikanten und sauren Lebensmitteln wie Suppen, Feinkostsalaten oder Tee. Auch Ketchup oder sogar Essig können größere Mengen enthalten“, sagt die Stuttgarter AOK-Ernährungsexpertin Heidrun Steinebronn.

 

 

 

Heute gelten bis zu zwei Drittel der Männer und rund die Hälfte der Frauen als übergewichtig. Und auch bei den Jüngeren ist dieser Negativ-Trend angekommen. Etwa zwei Millionen Kinder und Jugendliche tragen bereits an der Last zu vieler Pfunde.* Die Werbung verleiht vielen Nahrungsmitteln ein gesundes Image. Und das hat Folgen. Fehlernährung und Übergewicht bergen ein hohes Risiko z.B. für Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und hinter diesen Volkskrankheiten stehen nicht nur viele, zum Teil schwere Einzelschicksale, sie belasten auch den Gesundheitsetat. So schätzen Experten die Kosten ernährungsbedingter Krankheiten auf über 70 Milliarden Euro jährlich. **

 

 

Aber nicht nur das Erkrankungsrisiko zählt. Ernährung hat auch einen erheblichen Einfluss darauf, wie gut – oder schlecht – wir uns im Alltag fühlen. Dazu AOK-Ernährungsberaterin Heidrun Steinebronn: „Bei Fehl- oder Mangelernährung, einem Zuwenig an lebenswichtigen Nährstoffen wie Mineralstoffen und Vitaminen kann auch der Stoffwechsel nicht optimal funktionieren, er drückt unser körperliches und geistiges Energieniveau. Man fühlt sich schlapp und kraftlos, bewegt sich deshalb auch weniger, was die Stoffwechsellage zusätzlich verschlechtert. Außerdem hungert der Körper sozusagen innerlich, weil er trotz üppigen Nahrungsangebotes wichtige Stoffe nicht in ausreichenden Mengen erhält“.

 

 

 

Wer fit sein will, muss also das Richtige essen – und sich ausreichend bewegen. Viele AOK-Angebote verknüpfen deshalb den Ernährungs- und Bewegungsaspekt. Mit den AOK-Gesundheitsexperten können aber auch persönliche Beratungsgespräche vereinbart werden. Infos und Anmeldung unter 0711 2069-5451.

 

 

 

*Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

 

** Quelle: „Gesundheit und Gesellschaft“, Ausgabe 1/2016

 

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