Stuttgart: Vorsicht, Blasenentzündung

Jede dritte Frau hat schon einmal erfahren, wie schmerzhaft eine Blasenentzündung sein kann. Typische Beschwerden sind unter anderem Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und manchmal auch Blut im Urin. Eine unkomplizierte Blasenentzündung lässt sich gut behandeln und heilt bei rechtzeitiger Therapie in der Regel ohne Folgen aus, so die AOK Stuttgart-Böblingen in einer Pressemitteilung.

Datum: 03.03.2020 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Stuttgart

Dass Frauen besonders häufig an einer Blasenentzündung erkranken, liegt auch mit am Körperbau. Durch die kurze Harnröhre können Bakterien leicht aufsteigen. „Bei rund 80 von 100 Patienten wird die Entzündung von E. coli-Bakterien verursacht. Gelangen sie über die Harnröhre in die Harnblase, können sie sich dort stark vermehren und zu einer Entzündung führen. Aber auch andere Bakterien wie zum Beispiel Staphylokokken, seltener hingegen Viren und Pilze, können einen Harnwegsinfekt auslösen“, erläutert Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg.

 

 

 

Wichtig ist im Falle eines Falles viel zu trinken. Mindestens eineinhalb bis zwei Liter pro Tag, am besten Wasser oder Tee. So werden die Bakterien aus der Blase gespült und die Harnröhre gereinigt. Vorsicht geboten ist, wenn die Beschwerden regelmäßig und öfter als drei Mal im Jahr auftreten. In dem Fall sollte unbedingt der Hausarzt aufgesucht werden. Wie die Behandlung einer Harnwegsentzündung aussieht, ist von verschiedenen Faktoren abhängig, unter anderem vom Schweregrad und möglicherweise vorliegenden Risikofaktoren. Dr. Knapstein: „Zur Behandlung stehen unter anderem Antibiotika, Schmerzmittel und krampflösende Medikamente zur Verfügung. Betroffene besprechen die für sie passende Therapie am besten mit ihrem behandelnden Arzt.“

 

2018 waren 106.189 Versicherte der AOK Baden-Württemberg, 87.749 Frauen und 8.440 Männer, wegen einer Blasenentzündung in ärztlicher Behandlung. Alleine in Stuttgart waren 5.992 Versicherte betroffen, davon 4.888 Frauen und 1.104 Männer. Dr. Elisabeth Schöndorf, Sprecherin der AOK Stuttgart-Böblingen: „Frauen sind viel häufiger von Blasenentzündungen betroffen als Männer. Bei Ihnen liegt die Behandlungshäufigkeit bei 3,86 %, während die der Männer nur bei 0,86 % liegt. Diese Differenz ist in jungen Jahren besonders ausgeprägt und schwindet mit dem Alter langsam wieder.“ Der Anteil Betroffener in Stuttgart ist zwischen 2014 und 2018 um durchschnittlich 1,9 % pro Jahr gesunken. (-1,6 % bei den Frauen, - 2,2 % bei den Männern).

 

Es gibt eine Reihe von Tipps für den Alltag zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen. Wissenschaftlich belegt ist deren Wirkung jedoch nicht. „Möglicherweise ist eine gute Intimhygiene hilfreich, wobei Intimsprays nicht notwendig sind. Empfohlen wird zudem, nach dem Geschlechtsverkehr auf die Toilette zu gehen. Oft raten Ärzte, Füße und Unterleib warm zu halten sowie ganz allgemein die Abwehrkräfte des Körpers zu stärken, zum Beispiel durch ausreichend Schlaf, regelmäßige körperliche Bewegung und Stressvermeidung“, so AOK-Ärztin Knapstein.

 

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