Stuttgart: Wenn es juckt und brennt

Über das Thema Hämorrhoiden spricht niemand gerne – und doch haben viele Menschen Probleme damit. Geschätzt wird, dass bis zu 70 von 100 Erwachsenen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal davon betroffen sind. Ursache ist die typische faserarme und fettreiche westliche Ernährung. Darauf weist die AOK Stuttgart-Böblingen in einer Pressemitteilung hin.

Datum: 17.02.2017 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Stuttgart

81.918 Versicherte der AOK Baden-Württemberg waren im Jahr 2015 wegen einer Hämorrhoidalerkrankung in ambulanter oder stationärer Behandlung. Alleine im Stadtkreis Stuttgart waren es 4.504. Insgesamt sind davon rund 1,5 Prozent aller Versicherten der AOK Stuttgart-Böblingen betroffen. Die Dunkelziffer ist aber vermutlich deutlich höher, da das Thema immer noch für viele tabu ist, und sie deshalb keinen Arzt aufsuchen.

 

Hämorrhoiden sind Schwellkörper, die in der Schleimhaut des Analkanals ein dichtes Gefäßpolster bilden. Sie helfen, den Darm nach außen abzudichten und verhindern so, dass bei bestimmten Körperaktionen, wie zum Beispiel Hüpfen oder Niesen, ungewollt Stuhl abgeht.Krankhaft werden Hämorrhoiden erst dann, wenn sich in diesem Gefäßpolster das Blut staut, nicht mehr ungestört abfließen kann und sich die Hämorrhoiden dadurch vergrößern. Dann machen sich Beschwerden wie Nässen, Jucken oder Brennen bemerkbar“, erläutert Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg.

 

Insgesamt sind etwas mehr Männer (1,7%) als Frauen (1,4%) betroffen. „Hämorrhoidalleiden sind eine Erkrankung des Alters. Beschwerden vor dem 35. Lebensjahr sind eher selten. Am stärksten ist hier die Altersgruppe der 75 bis

84-Jährigen“, sagt Wassiliki Babel, Pressesprecherin der AOK Stuttgart-Böblingen.

 

Typisches Zeichen für Hämorriden ist eine schmerzlose Blutung, die sich meist durch eine hellrote Färbung auf dem Toilettenpapier oder in der Toilettenschüssel bemerkbar macht. „Bei solchen Blutungen sollte jedoch immer eine Darmkrebserkrankung ausgeschlossen werden“, empfiehlt Dr. Knapstein. Viel trinken und eine ballaststoffreiche Ernährung beuge Verstopfung und dadurch notwendiges Pressen beim Toilettengang wirksam vor.

 

 

AOK-Sprecherin Wassiliki Babel: „Wer Unterstützung oder Anregungen für eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung sucht, kann sich bei den AOK-Ernährungsexperten persönlich beraten lassen. Oder sich gleich online für einen Koch- oder Ernährungskurs anmelden“.

 

Kontakt zur Pressestelle

Dr. Elisabeth Schöndorf

Leiterin Kommunikation/Politik

E-Mail: Dr.Elisabeth.Schoendorf@bw.aok.de
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