Stuttgart: „Wir brauchen mehr Gestaltungsspielraum“

Die AOK Stuttgart-Böblingen appelliert an die künftige Bundesregierung und fordert einen Qualitäts- statt eines reinen Preiswettbewerbs.

Datum: 04.09.2017 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Stuttgart

„Unsere Gesellschaft des langen Lebens braucht verbesserte, integrierende Strukturen, um Lebensqualität in guter Gesundheit zu erhalten“, fordert Christian Kratzke, Geschäftsführer der AOK Stuttgart-Böblingen. Damit meint er zum Beispiel eine bessere Vernetzung der Ärzte, Kliniken, Pflegeheime und -dienste sowie Physiotherapeuten vor Ort untereinander. Kratzke weiter: „Wir wollen einen Wettbewerb um die beste Versorgung in der Region, also nah bei den Menschen, und nicht nur einen Wettbewerb um den Preis“.

 

Dass ein solches Miteinander in der Region Stuttgart-Böblingen funktionieren kann, zeigen die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) bei der die Rolle des Hausarztes in seiner Lotsenfunktion gestärkt wird – und die darauf aufbauenden Facharztverträge* der AOK Baden-Württemberg. Hier werden Gestaltungsspielräume genutzt, um eine echte alternative Regelversorgung zu etablieren. „Es bleibt mehr Zeit für den Patienten und durch die Vernetzung mit den Fachärzten können die Ärzte die Behandlung besser koordinieren“, so der Geschäftsführer der AOK Stuttgart-Böblingen. Insgesamt nehmen rund 186.000 Versicherte der AOK Stuttgart-Böblingen am Haus- und Facharztprogramm teil. Im Stadtkreis Stuttgart sind aktuell über 73.000 AOK-Versicherte im Hausarztprogramm (bei 189 Ärzten) eingeschrieben und mehr als 36.000 AOK-Versicherte am Facharztprogramm* (bei 173 Fachärzten und Psychotherapeuten).

 

Die AOK fordert von der neuen Bundesregierung deutliche Impulse für mehr Wettbewerb und hier vor allem weitere Gestaltungsspielräume für die Vertragspartner. Das betrifft auch den Krankenhaussektor. Christian Kratzke: „Wenn wir dort ebenfalls Selektivverträge abschließen könnten, würde dies zu einem verstärkten Qualitätswettbewerb und zukunftsfähigen Strukturen führen“. Denn nicht jedes Krankenhaus ist für jede Behandlung optimal ausgerüstet. Studien belegen, dass ein signifikant geringeres Sterberisiko in Kliniken besteht, die eine fachlich festgelegte Mindestmenge an Operationen pro Jahr erreichen.

 

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