Unberechenbare Erkrankung: Welt-Multiple-Sklerose-Tag am 30. Mai

„KEINER SIEHT´S. EINE(R) SPÜRT´S: Multiple Sklerose – vieles ist unsichtbar" lautet das Motto zum Welt-MS-Tag. „Noch ist MS unheilbar, doch die Therapiemöglichkeiten haben sich in den vergangenen Jahren erweitert“, macht Harald Röcker Mut. Die Unberechenbarkeit der Erkrankung sei für Betroffene besonders belastend. Der Geschäftsführer der AOK Mittlerer Oberrhein zählt in seiner Bezirksdirektion aktuell 810 an Multipler Sklerose erkrankte Versicherte.

Datum: 28.05.2019 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Karlsruhe

Multiple Sklerose ist in Deutschland die häufigste neurologische Erkrankung im jungen Erwachsenenalter und wird meist im Alter zwischen 20 und 40 Jahren diagnostiziert. In Deutschland leben nach Zahlen des Bundesversicherungsamtes mehr als 240.000 MS-Erkrankte. Jährlich werden ca. 2.500 Menschen neu mit MS diagnostiziert. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Nervensystem durch meist schubförmig verlaufende entzündliche Reaktionen angegriffen wird und die dadurch hervorgerufenen bleibenden neurologischen Schäden zu körperlicher Behinderung führen.

 

Sehstörungen, extreme Müdigkeit, Muskelschwäche oder Lähmungen, Sprechstörungen, Schwindel oder Blasenschwäche: Kaum eine Erkrankung geht mit so vielfältigen Symptomen einher wie MS. Wann welche Beschwerden auftreten, ob sie bleiben oder gehen, ob und wann neue hinzutreten, kann niemand vorhersehen. „Neben einer frühen Diagnose mit individuell angepasster medikamentöser Therapie sollte der Patient ausführlich zu Unterstützungsorganisationen, Rehabilitationseinrichtungen und einem gesundheitsförderlichen Lebensstil beraten werden“, so Röcker. „Eine an den Bedürfnissen des Patienten ausgerichtete Behandlung inklusive Physiotherapie, neuropsychologische Rehabilitationsangebote, Ergotherapie und Hilfsmittel unterstützen bei der Bewältigung des Alltags.“

 

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