Ungewollt kinderlos

In Mannheim, Heidelberg, dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Neckar-Odenwald-Kreis steigen die Behandlungszahlen wegen ungewollter Kinderlosigkeit. Vor allem 30- bis 39-Jährige suchen mit dem Ziel einer künstlichen Befruchtung einen Arzt auf, wenn es mit dem Wunschbaby nicht klappt. Die AOK Rhein-Neckar-Odenwald unterstützt viele Maßnahmen – auch über die gesetzlich vorgegebenen Rahmen hinaus

Datum: 12.08.2016 / Kategorie: AOK-Angebote und Leistungen

Mannheim

Zahl der Behandlungen bei Männern und Frauen steigt/AOK zahlt 75 Prozent der Kosten für die künstliche Befruchtung – auch bei weiblichen gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften

 

 

 

In Mannheim, Heidelberg, dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Neckar-Odenwald-Kreis steigen die Behandlungszahlen wegen ungewollter Kinderlosigkeit. Vor allem 30- bis 39-Jährige suchen mit dem Ziel einer künstlichen Befruchtung einen Arzt auf, wenn es mit dem Wunschbaby nicht klappt. Die AOK Rhein-Neckar-Odenwald unterstützt viele Maßnahmen – auch über die gesetzlich vorgegebenen Rahmen hinaus

 

 

 

Immer mehr Frauen und Männer verschieben aufgrund beruflicher Ziele oder anderer Hindernisse ihren Kinderwunsch auf die Zeit nach dem Berufseinstieg, einem weiteren Karriereschritt oder der beruflichen Etablierung. Der Kinderwunsch ist da, aber der Zeitpunkt verschiebt sich. Mit zunehmendem Alter sinken jedoch die Chancen, schwanger zu werden oder ein Kind zu zeugen. Wenn die Familiengründung zum geplanten Zeitpunkt nicht gelingt ist nicht nur die Enttäuschung groß. Vielmehr steigt auch der psychische Druck. Aus gewollt kinderlosen Paaren können so ungewollt kinderlose werden. Stefan Strobel, Geschäftsführer der AOK Rhein-Neckar-Odenwald: „Wenn eine Schwangerschaft trotz regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr ausbleibt, ist eine ärztlich Untersuchung sinnvoll. Bei ungewollter Kinderlosigkeit werden dabei immer sowohl Frau als auch Mann untersucht. Bei Frauen ist dafür der Frauenarzt zuständig, bei den Männern der Urologe.“

 

Eine aktuelle Auswertung der AOK Rhein-Neckar-Odenwald zeigt, dass die Zahl der ungewollt Kinderlosen seit 2008 landesweit jährlich um durchschnittlich 7,7 Prozent gestiegen ist. In Baden-Württemberg ließen sich zuletzt 6388 AOK-Versicherte wegen ungewollter Kinderlosigkeit behandeln. Der höchste Anteil Betroffener wird in der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren erreicht – dem Alter in dem zunehmend mehr Menschen erstmals Eltern werden. In der Region sehen die Zahle wie folgt aus:

 

In Mannheim haben im letzten Jahr 158 Personen eine entsprechende Behandlung durchführen lassen, darunter 71 Frauen (2013: 62) und 87 Männer (2013: 69).

 

Im Rhein-Neckar-Kreis waren 207 Personen in ärztlicher Behandlung, darunter 98 Frauen (2013: 79) und 109 Männer (2013: 94).

 

In Heidelberg waren es insgesamt 49 Betroffene, davon 26 Frauen (2013: 17) und 23 Männer (2013: 20).

 

Ärztliche Unterstützung beim Wunsch nach Nachwuchs gab es im Neckar-Odenwald-Kreis bei 77 Personen. Davon waren 37 Frauen (2013: 29) und 40 Männer (2013: 35).

 

 

 

Die positive Bilanz: Bei dem überwiegenden Teil führt die künstliche Befruchtung nach einem oder mehreren Behandlungszyklen zur Schwangerschaft. Krankenkassen übernehmen in der Regel 50 Prozent der Kosten bei maximal drei Versuchen, um eine Schwangerschaft künstlich herbeizuführen. Anspruch haben Frauen bis 40 Jahre und Männer bis zum 50. Lebensjahr. Die AOK hat ihr Angebot zuletzt erweitert. So zahlt die Gesundheitskasse bei den ersten drei Versuchen 75 Prozent der Behandlungskosten. Das gilt übrigens nicht nur für heterosexuelle Paare, sondern auch für weibliche gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften.

 

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Alexander Föhr

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