Vorsicht, Zecken!

AOK - Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben empfiehlt FSME-Schutzimpfung

Datum: 19.08.2019 / Kategorie: Impfung

Bodensee-Oberschwaben

Sie lauern im Wald, auf schattigen Wiesen, in Gärten und Gebüschen: Zecken. Milde Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen dafür, dass die kleinen Blutsauger jetzt wieder richtig aktiv sind. Zeckenbisse können Krankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Borreliose übertragen.Die Gefahr, nach einem Zeckenstich zu erkranken, ist in der Region Bodensee-Oberschwaben hoch: die Landkreise Ravensburg, Sigmaringen und der Bodenseekreis zählen laut Angaben des Robert-Koch-Instituts zu den „FSME-Risikogebieten“.Von März bis Oktober ist die Ansteckungsgefahr am größten.

 

Kommt es zu einer Infektion mit dem FSME-Virus, können grippeähnliche Beschwerden wie Fieber oder Kopfschmerzen auftreten. Bei einer Mehrzahl der Betroffenen heilt die FSME ohne Folgen aus, ist aber das zentrale Nervensystem oder das Rückenmark betroffen, kann es zu bleibenden Schäden kommen. Da es keine Therapiemöglichkeiten gibt, empfiehlt die AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben allen, die sich häufig in der Natur aufhalten, eine FSME-Schutzimpfung. „Die AOK übernimmt die Kosten für die Impfung“, sagt Roland Beierl, Geschäftsführer der AOK Bodensee-Oberschwaben und ergänzt: „Wichtig ist auch die regelmäßige Überprüfung des Impfschutzes. Laut STIKO reicht der Impfschutz bei FSME nach einer Grundimmunisierung drei bis fünf Jahre.“

 

Keinen Impfstoff hingegen gibt es bei der Borreliose. Roland Beierl rät: „Bildet sich um den Einstich ein roter Rand, deutet dies auf eine Borreliose-Infektion hin. Betroffene sollten dann sofort zum Arzt gehen“. Die Infektion mit Borreliose kann Gelenkentzündungen, Arthritis oder Herzrhythmusstörungen verursachen. Die Erkrankung kann mit Antibiotika wirkungsvoll therapiert werden, bereitet aber oft Probleme, weil sie häufig erst spät erkannt wird.

 

Grundsätzlich gilt: Hat eine Zecke gestochen, sollte sie so schnell wie möglich mit einer Zeckenpinzette oder -karte entfernt und die Wunde sorgfältig desinfiziert werden. Dabei sollte die Zecke dicht an der Haut gepackt und herausgezogen und möglichst nicht gedreht werden. Je schneller die Zecke entfernt wird, desto geringer das Risiko, dass Erreger in den Körper gelangen.

 

„Der beste Schutz ist Zeckenstiche zu vermeiden“, hebt der AOK-Geschäftsführer hervor. Die richtige Kleidung, wie geschlossene Schuhe, lange Hosen, Strümpfe und Kopfbedeckung ist unverzichtbar, wenn man sich viel in der Natur aufhält. Nach dem Aufenthalt im Freien sollte man den Körper immer sorgfältig nach Zecken absuchen. Sie beißen sich vor allem an warmen, dünnen Hautpartien wie Armbeuge, Kniekehlen, Hals- und Nackenbereich sowie Leiste fest.

 

Weitere Informationen online unter www.aok-bw.de/impfen, www.zecken.de und unter www.rki.de.

 

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Thomas Müller

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