Was hinter Bauchschmerzen steckt

Corona, Magen-Darm-Grippe oder Geschwür: Die AOK Stuttgart-Böblingen ordnet ein.

Datum: 19.11.2020 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Stuttgart

Nach einer neuen Studie aus Kanada treten Magen-Darm-Beschwerden bei Corona-Patienten häufiger auf als bisher angenommen. Die im Fachjournal Abdominal Radiology veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass rund 18 Prozent aller Infizierten Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl, Übelkeit, Schmerzen oder Durchfall aufwiesen. Im Falle von 16 Prozent der Untersuchten waren diese Symptome sogar die einzigen Krankheitszeichen. Dies hieße, dass immerhin einer von sechs Corona-Patienten lediglich unter Magen-Darm-Beschwerden leidet und keine weiteren Beschwerden hat, so die die Forscher. Die Unterscheidung zwischen dieser Symptomatik und einer Magen-Darm-Grippe ist ohne weitere Untersuchung schwierig. Eine Gastroenteritis („Magen-Darm-Grippe“) geht in der Regel ebenfalls einher mit Erbrechen und Durchfall. Zumeist sind sie auf Bakterien oder Viren verantwortlich. Etwas leichter fällt die Abgrenzung zu Geschwüren, ordnet die AOK Stuttgart-Böblingen des Weiteren ein. Letztere werden auch nicht durch Viren hervorgerufen, sondern durch Bakterien. Auch hier treten Völlegefühl, Übelkeit und Schmerzen auf. Diese konzentrieren sich aber mehr auf den oberen Bauch; Erbrechen und Durchfall seien ebenfalls keine typischen Anzeichen. Allerdings kann Blut erbrochen werden. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, ist eine Spiegelung von Magen und Dünndarm verbunden mit der Entnahme einer Gewebeprobe notwendig. Männer sind, nach einer Auswertung der AOK Stuttgart-Böblingen, im Übrigen doppelt so häufig von der Erkrankung betroffen als Frauen – das gilt landesweit wie auch für die Stadt Stuttgart.

 

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